310 Seide und Seidenbau.
beerbaumpflanzungen anlegen, um aus ihrer Verpach-tung, sich einen Gewinn zu sichern.
Waö dieErtrags-Anschläge derMaulbeerbaumpflan-zungen jn Frankreich und Italien anbetrifft, so hat HerrBayon über die Ertrags-Anschläge der Maulbeerbaum-Pflanzungen in Frankreich folgendes in dem Lullerin<I'1lul>i8trl6 s»rieol6 ei msuukaei. <le 8t. Utleune,iVov. Oecbr. 1825, paZ. 267, mitgetheilt. Er führtals Beispiel eine Pflanzung an, die 650 hochstämmigeMaulbeerbäume enthalten soll, welche am Rande desGrundstückes gepflanzt worden, dann 250 Maulbeer-bäume mittlerer Größe, und 625 Zwerg-Maulbeerbäume(letztere auf einem besonders dazu bestimmten Grund-stücke von 30 Aren Landes, ungefähr zwei Magdebur-ger Morgen), so daß man also annehmen kann, daß diesämmtlichen Bäume einen Flächenraum von ungefährzehn Magdeburger Morgen Landes einnehmen würden.DieKosten dieser Pflanzung sind angeschlagen, wie folgt:
1) Zum Ankauf der hochstämmigen Bäu-me, zum Ausgraben der Löcher, Dünger und
andern hinzukommenden Kosten .... 1300Fr.
2) Für den Ankauf der Bäume mittlererGröße, der Zwergbäume und der Kosten
ihrer Anpflanzung ......... 1200 -
3) Für die Einfassung dieses Terrains
durch eine Maulbeerhecke...... 30 -
2530 Fr.
Hierzu kommt noch, daß, wenn der Eigenthümer selbstBaumschulen auf seinem Gute anlegte, der Einkaufpreisder Bäume um ^ geringer^ und das Gedeihen der Pflan-zung sicherer seyn würde. Herr Bayon vergleicht diedurch die vorgeschlagene Verbesserung veranlaßten Ko-sten mit dem jährlich zunehmenden Vortheil, welchenman daraus ziehen würde, und es ergaben sich darausRechnungen, welche der Aufmerksamkeit aller Eigen-