320 Seide und Seidenbau.
54 Million Rthlr. baar ins Ausland gegangen sind,und solche dem Lande durch eigene Gewinnung derSeide hätten erhalten werden können, so muß man sichwundern, daß man in neuerer Zeit so lange hat denSeidenbau unbeachtet lassen können. Rechnet mannun noch die 242,550 Pfd. zu einem Werthe von2,021,033 Rthlr. die auch vom Auslande bezogen undverarbeitet wieder ausgeführt wurden, so werden auchhier dem Staate über 2 Millionen Rthlr. von den,Auslande gewonnen.
Im Königreiche Bayern hat die Seiden-Einfuhr,nach dem Herrn von Hazzi, im Jahre 1821, 2A4Ctr. betragen, nämlich:
1) 9 Ctr. rohe von Cocons abge-zogene Flockseide, ä 100 Fl. x. Ctr. . 900 Fl.
2) 30 Ctr. abgehaspelte Seide, s
150 Fl.. 4,500-
3) 405 Ctr. gesponnene Seide, ä
250 Fl. .. 101,250.
4) 1850 Ctr. Seidenwaaren in ver-schiedenen Fabrikaten, ä 2080 Fl. . 3,700,000 -
3,806,650 Fl.
Hierbei ist zu bemerken, daß die Einfuhr nur jährlichals das Minimum anzunehmen ist, da die sehr bedeu-tende Contrebande dabei nicht angeschlagen worden;auch ist der Werth der Seide nur sehr gering berechnet.Nach neueren Preisen rechnet man den Centner zu100 Pfd.
Nr. 1. 900 Pfd. a iFl. . 900 Fl.
- 2. 3,000 - ä 10 Fl. . 30,000 -
- 3. 40,500 - ä14Fl. . 567,000 -
- 4.185,000 - ä34Fl. . 6,290,000
6,887,900 Fl.
Also bezahlt Bayern jährlich als Minimum 6 bis 7Millionen Gulden dem Auslande an Seide, und man