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Seide und Seidenbau.
kann sicher 8 bis 9 Millionen jährlich rechnen. Nach.dem, waö hier von dem Preußischen und BayerschenStaate gesagt worden, kann man leicht eine Berech-nung auf all^ übrige Deutsche größere und kleinereStaaten machen. Herr von Türk sagt: „Angenom-men, daß der Verbrauch an Seide in allen DeutschenLändern mit dem in-den Preußischen Staaten überein-stimmt, ungeachtet er höchst wahrscheinlich in dem Sü-den von Deutschland bedeutender ist, so dürfte, da diesämmtlichen Deutschen Staaten, mit Einschluß der zudem Oesterreichischen Kaiserstaate gehörigen DeutschenProvinzen, ungefähr 24 Millionen Einwohner zählen,die Consumtion der rohen Seide in denselben 1,400,000Pfd. betragen, welches, das Pfd. Seide zu 8^ Rthlr.gerechnet, eine Summe von 11,666,000 Rthlr. giebt,die jährlich aus Deutschland für Seide in das Auslandgehen, größtentheils nach Italien und Frankreich."
Gehen wir nun von Deutschland nach Frankreichüber, so finden wir, daß in den Hauptort der Seiden-manufakturen daselbst, in Lyon, nach Pappe die Ein-fuhr an roher Seide in gewöhnlichen Jahren 6,000Ballen, zu 160 Pfd. betragen hat, also ^60,000 Pfd.,und diese Angabe ist sicherlich noch zu geringe, wennman annimmt, daß schon vor 50 Jahren in Lyon1,400,000 Pfd. Seide jährlich verarbeitet wurde«.Nach den Listen, die Napoleon von den Ministernim Jahre 1821 eingereicht wurden, hatte die Produk-tion der Seide in Frankreich, Savoyen und Piemont3 Millionen Pfund betragen. Nach dem Herrn vonTürk kann man daselbst, wie bei uns in Preußen,
1 Pfd. Seide auf 15 Einwohner annehmen, woraus,bei einer Bevölkerung von 30 Millionen Menschen,
2 Millionen Pfund Seide zur eigenen Consumtion,und vielleicht eine dritte Million zur Fabrikation seide-ner Waaren für das Ausland hervorgehen. Indessenhat in neuester Zeit sich der Seidenbau, und also die
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