Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
337
JPEG-Download
 

Seide (Wirk-). Seidenbast. 337

Seide (Wirk-), Seid?, welche zum Wirken, zur Ver-fertigung der Seidenstoffe gebraucht wird.

Seidel, ein in verschiedenen Provinzen Deutschlandsübliches Maaß, sowohl trockner, als flüssiger Dinge,und von verschiedenem Gehalte. In dem Berg-baue einiger Gegenden ist das Seidel oder Sei-tel ein großes Maaß für die Eisensteine, Kohlen rc.,welches 4 Kübel hält. 4 Seidel machen daselbst einFuder. Am üblichsten ist es im Oberdeutschen alsein gewisses Maaß, sowohl trockner, als flüssigerDinge, welches mit unserm Nößel übereinkommt,und gewöhnlich die Hälfte eines Kopfes oder Maaßeshält. Es wird daselbst auch Seidlein genannt.

Seidelbast, eine Benennung des Zei landeS, Oneo-rum, s. dieses. Ferner wird mit diesem Name»belegt der Kellerhals, Vspbno Ne-ereum, s.diesen Arltikel, Th. 36. Der Name kömmt daher,weil diese Pflanzen einen der Seide' ähnlichen Basthaben.

Seideln, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort', welchesnur in einigen Gegenden für fesseln üblich ist. Soseidelt man in der Lausih die Pferde, wenn man siemit gefesselten Füßen weiden läßt.

Seiden, Bei- und Nebenwort, ein Gegenstand, eineSache von Seide; daher Seidenzeug, seideneS trümpfe rc.

Seidenanstalt, s. Seidenbau-Anstalt.

Geidenapfel, s. unter lllalu«, Th. 83, S. 241.

Geidenapprekur, s. Seidenzurichrung.

Geidenarbeitev, Arbeiter, welche sowohl in Seiden-raupen- und Seidenhaspel-Anstalten, als auch inden Seiden-Manufakturen oder Fabriken arbeiten«

Geidenbalg, s. Seidencocon.

Geidenband, s. unter Band, Th. 3.

Seidenbast, ein aus einer Art Baumrinde gewebtenZeuges, welcher dem Seideuzeuge nahe komme.

G«. rechn. Enc» Theil 6l.II. Y