338 Seidenbau. Seidenbau-Schule.
Seidenbau, s. oben, Seide und Seidenbau.
Seidenbau Anstalt, s. daselbst, S. 96 u. f.
Seidenbauee, derjenige, welcher die Seidenrau-penzucht betreibt; Fr. lOultivatour ea 8ois; s.oben, unter Seide und Seidenbau.
Seidenbau-Geräthschaften, 5 oben, S. 109 u. f.
Seidenbau-Inspecwr, derjenige von der Regierungangestellte Beamte bei großen Seidenbau-Anstaltendes Staates, der die Aufsicht über die Seidenraupen-zucht führt; auch oft die Aufsicht über dieMaulbeer-baumplantagen hat.
Geidenbaumeistee- s. Seidenmeister.
Seidenbaumwolle, Uoinbax pemsiiclrum, von denFranzosen in Ostindien, wo sie wachst, le kroms°ergenannt. Der Baum, auf dem sie wächst, gleicht
- in einer kleinen Entfernung einem Eichbaume. DieFrucht hat die Gestalt eines GänfeeyS, und springt,wenn sie reif ist, Mit einem Knalle in fünf Theile.Die Körner sind glatt und röthlich, 30 bis 40 a»der Zahl, mit kurzer, sehr feiner Baumwolle umge-ben, die einer gekardeten Seide von blauer, grauerund glänzender Farbe gleicht. Ihre unbedeutendeLänge verursacht, daß man sie nur zur AuSstopsimgder Kissen und Brusttücher verbraucht.
Seidenbau-Schule, Schulen, in welchen der Seiden-bau gelehrt wird. In Berlin war eine solche Schulemit der Königlichen Realschule verbunden, oder viel-mehr das vormalige Küster- und Schullehrer-Semi-nar bei dieser Schule hatte eine Seidenbau-Anstalt,bei welcher ein Plantagen-Inspektor im SeidenbauUnterricht ertheilte. Dergleichen Schulen sind vongroßem Nutzen für den Staat; allein die Lehrer müssenauch ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen, weil von derOrdnung inBetreibung des Seidenbaues das Gelingendesselben abhängt. Durch die schlechte Betreibung desSeidenbaues in dem eben genannten Seminar, mußte