Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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426 Seidenmanufaktur.

gange, 1813, 50. St., wird eine Uebersicht von demZustande der Manufakturen unter Napoleon in denJahren 1811 und 1812 gegeben. Hieraus ergiebt sich ^nun für die Seidenmanufakturen Folgendes: DerUrstoffder Seide ist in Frankreich ein Gegenstand von30 Millionen; aus dem Königreiche Italien kam für10 Millionen gesponnene und gezwirnte Seide; dieserWerth von 40 Millionen veranlaßte nun eine Fabrici-rung von Stoffen für 124 Millionen, wodurch an Ar.beitSlohn eine Benefiz von 84 Millionen abgeworfen !ward, welches den Werth des Urstoffs verdreifacht. Im ^Jahre 1812 wurden für 70 Millionen Seidenwaarenin rohen oder vermischten Stoffen ausgeführt. DasKönigreich Italien behielt für seinen eigenen Bedarfund für seine Verbindungen mit dem übrigen Europaeine Quantität Seide, welche jener in Frankreich gleichkommt. Die Stadt Lyon, die erste von allen für dieManufakturen und den Seidenhandel, unterhielt imJahre 1812 11,500 Weberstühle. Diese Anzahl istden verschiedenen Epochen völlig gleich, die als die blü>hendsten dieser großen Fabriken angesehen werde«.Das Mitteljahr der Ausfuhren betrug vor 25 Jahren26, und betrug in dem oben genannten Jahre 64 Mil-lionen. — Dieser beträchtliche Absatz der Stadt Lyonist aber in neuester Zeit durch die Concurrenz der Eng- jländer sehr vermindert worden, die in der Seidenmanu-faktur schon den Gipfel, worauf die Franzosen stehen,erreicht haben, welches sie auch schon, für die Folgenfürchtend, anerkennen; f. auch oben, unter Seide undSeidenbau, S. 43 und 44.

Dieser Manufakturzweig theilt sich in eigentlicheSeidenmanufakturen, Seidenpetinet-Ma-nufakturen, Seidenstrumjpf.Manufakturen,

Seidenband-Manufakturen, Seibenblu-men-Manufakturen, Halbseiden-Manufak-turen, und Seidenstickerey. In den eigentli-