Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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432 Seidenpflanze. Seidenpramie.

geschickt gemacht wurden, welcher das Stampfen undBreywerden erleichtert. Durch diese Gährung wur-den zugleich die in die Raupengehäufe mit eingespon.nenen Baumblätter aufgelöset und mit dem Breyverbunden. Auf solche Art würden die Seidenge-häuse aller unserer Garten- und Walbraupen ein wei-ßes Seidenpaprer geben.

Seidenpflanze, s. ^poo^num,

Th. 2, S. 291.

Seidenpramie, Prämien, welche in Denkmünzen undim Gelde bestehen, und denjenigen Seidenbauern zurBelohnung gereicht werden, welche die von der Re-gierung oder von Privak-Vereinen, Landwirthschaftchen Gesellschaften rc. öffentlich bekannt gemachkeAuf-gaben imSeidenbau zur Zufriedenheit gelöset haben.Daß dergleichen Aufmuncerungen in einem Staateeinen neuen Gewerbzweig, wie z. B. der Seidenbau,sehr heben können, haben Erfahrungen hinlänglich be-wiesen. In allen Ständen sind daher, wenn nichtvon den Regierungen, auch von Akademien, Gewerb-Vereinen, LandwirthschaftlichenGesellschaften, ».der-gleichen, Preise zur Aufmunterung ausgesetzt worden.In Frankreich haben die Landwigthschaftltchen- undAckerbaugesellschaften Prämien für die besten Pflan-zungen von Maulbeerbäumen ausgesetzt, wie z. B.die Gesellschaft des Ackerbaues zu MoulinS, die auchjährlich drei Tagelöhner im Seidenbau unterrichtenläßt; dann diejenige zu Lyon, die der Departementsdes Allier, des Am, der Rhone rc. In Deutschlandsind in Preußen schon unter Friedrich dem Gro-ßen Prämien den Seidenbauern ertheilt worden.Diese Prämien bestanden in zwei silbernen Me-daillen, eine dieser Medaillen hat der StaatS-undKabinetsminister Graf von Herzberg anfertigenlassen, und eine zweite wurde von dem Königl. Me-dailleur Herrn Abramson, Mitgliede der Akademie