Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenprämie. 433

der bildenden Künste in Berlin im Jahre 1796 ange-fertiget. Auf der einen Seite gewahrt man das Brust-bild des Königs Friedrich Wilhelms des Zwei-ten, mit der Umschrift: Belohner des Fleißes;auf der Rückseite steht eine weibliche Figur, die in ihremSchooße rohe Seide halt; neben derselben sind noch ei-nige passende Sinnbilder angebracht. Die Umschriftist: Sie kleidet den Reichen; sie nährt denArmen. Diese Aufschrift ward von dem Herrn Ober«Consistorial-Rath Ge dicke angegeben und gegen dieältere: Inclustriae sericae ete., eingetauscht, weilsolchewohl von wenigen Seidenbauern auf dem Lande, alsvon Küstern, Landleuten rc. übersetzt und interpretirewerden konnte. Auch in neuester Zeit sind von dem Ge-werbe-Vereine, oder von demV erei n z urB eför«derung des GewerbfieißeS in Preußen Prä-mien zur Beförderung der Seidenzucht ausgesetzt worden.So erhielten im Jahre 1826 der Kunsthändler Bok.zani in Berlin und der Küster Götze in Stücken diegroße goldene Medaille des Gewerbe-Vereins. Undfür die Jahre 1827 und 1828 sind Preise von demgenannten Vereine zur Aufmunterung des Seidenbauesausgesetzt worden. Die Preise und Aufgaben sind fol-gende. 1) Die silberne Denkmünze oder deren Werth,und außerdem Einhundert Thaler, einem jeden der dreiSeidenzüchter, welcher im Jahre 1827 oder 1828 diegrößte Quantität guter, gesunder, einfacher Coconsüber 600 Pfund gewonnen hak. 2) Die silberneDenkmünze oder deren Werth, und außerdem fünfzigThaler, einem jeden der sechs Seidenzüchter, welcherim Jahre 1827 oder <1828 die größte Quantität guter,gesunder, einfacher Cocons über 200 Pfund gewonnenhat. 3) Zwanzig Thaler einem jeden, der zwanzigSeidenzüchter, welcher den Seidenbau zuerst im Jahre1827 oder 1828 angefangen, und in einem dieser bei«den Jahre die größte Quantität guter, gesunder, einfa-<ve<. trchn. Enc. Theil lL.II. E e