Seidenwickelmaschine. 455
WeiserS mit ihrem Einschnitte die Röllchen berühren,die beiden andern solches mit ihren Spitzen thun, sodaß dann beständig die Weiser abwechselnd vor undrückwärts gehen. Man hat hier eine leichtere Einrich-tung getroffen, und man braucht, anstatt hier "vierStützen und Herzen sind, nur zwei, und zwar auf jedemEnde des Stabes stecke ein Herz, und an jedem der bei-den äußern Weisebretter ist eine oben beschriebeneStütze angebracht. Die andern beiden mittelsteuBreltchen sind durch ein Querbrett mit den beidenäußeren Brettchen vereiniget. Wenn daher die Her-zen sich umdrehen, so gehen alle viere zugleich vorwärtsoder rückwärts. Da man nicht immer gleich langeSpulen auf Spillen steckt, sondern diese bald kurz, baldlang sind, so hat man dieserhalb in die Bretter derWeiser nach der Länge verschiedene Löcher gebohrt, umdie Weiser nach Verhältniß der Spulen bald vorwärts,bald rückwärts stecken zu können. Die Kronen wür-den, wenn sie nicht mit etwas beschwert wären, zu ge-schwind umlaufen, und folglich den Faden locker auf dieSpulen wickeln. Man ist dieserhalb darauf bedachtgewesen, eine gewisse Spannung durch Aufhängungeines Gewichtes den Kronen zu geben, damit sie inihrem zu geschwinden Laufe gehemmt werden. Manhat ein Stück Bley, welches mehr oder weniger schwerist, je nachdem es die Spannung erfordert, an einenkrum gebogenen Draht gegossen, und mit diesem Ha-ken" oder krumm gebogenen Draht wird daß Bley aufdie Stelle der Krone gehängt, wie Fig. 8694, kt zeigt,wodurch die Krone gleichsam beschwert wird. Da sichdie Seide deö Rades öfters ausdehnt, und daher schär-fer gespannt werden muß, so bedient man sich des fol-genden Mittels. In der Hälfte deö Gestells, wo dieSpulen laufen, ist in Z Z, Fig. 8694, ein halber vierek-kiger Kranz eingesetzt, welcher in den Schrägen paßt,und der Kranz kann vermittelst einer Schraube K ft,