Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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456 Seidenwickelmaschme.

die durch die Latte des Schragens und durch diesesStück durchgeht, angeschraubt werden. Da nun indiesem Kranze die eine Spille der Spule läuft, stattdaß die andern drei Spillen in dem Schrägen k selbstlaufen, so kann man vermittelst dieses Anschrauben« dieSchnur, welche vom Rade S über die Rolle t derSpille geht, vermittelst der Rolle, welche in diesemStücke ^ ^ steckt, spannen, oder nachlassen, je nachdemes erforderlich ist. Auf dieser Maschine ist man imStande in einem Tage, wenn die Seide gut ist, einhalbes Pfund, auch mehr,, zu wickeln, und die Person,welche wickelt, hat weiter nichts zu thun, als daß sie,wenn die Strähnen von einander getheilt worden, solcheauf die Kronen hängt, den Faden durch die Weisersteckt, und auf der Spule befestiget. Wenn sie alsodas Rad in Bewegung setzt, muß sie darauf sehen, daßdie Seide, wenn sie sich verwirrt, auseinander gebrachtwerde, oder wenn der Faden reißt, solchen wieder suchtund anknüpft, welches mit einem Kreuzknoten geschehe«muß. Hat sich das Ende bei dem Abreißen verloren,so schüttelt man die Strähnen auf der Krone, undwenn man das rechte Ende nicht finden kann, so suchtman ein neues, woraus aber manchmal Verwirrungkommt, so daß öfters viel zerrissen werden muß, wo-durch viel Abgang entsteht. Dieses geschieht beson-ders, wenn die Seide schlecht ist, wo sie dann alle Au-genblicke reißt, und dann hat der Wickler ein verdrieß-liches Geschäft. Man sucht sich zwar dadurch zu hel-fen, daß man die Spulen füttert, indem man Karten-blätter zusammenrollt und auf die Spille der Spulesteckt, damit sie nicht so geschwind umlaufe, und dadurchdem öfter« Reißen vorgebauet werde. Dieses hilft !aber bei einer schlechten Seide nichts, und der Wickler !sieht sich alle Augenblicke genöthiget, die an seinen Fin- >gern hängen gebliebene Seide an seiner Kleidung abzu-streifen, dagegen ist es den Wicklern eine Lust, wenn I

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