460 Seidenwirkerstuhl.
der Mitte zwei halbrunde ausgeschnittene Absäße e kangebracht und befestiget, worin die beiden in o vor.wärts und die beiden in k hinterwärts vorspringen,und auf diese Absätze ruhen die beiden Bäume, Z b,wovon der Baum, welcher hinken in t ruht, derGrundbaum heißt, weil er die Kette zum Grundeim Zeuge trägt, der aber in 6 der Figurbaum,weil er die Kette zu den Bildern trügt. BeideBäume werden mit Stricken und Knüppeln, wenn siemit der Kette im Stuhle liegen, in gehöriger Span-nung erhalten, wie sich in der Folge näher ergebenwird. Beinahe in der Mitte ruht auf dem obernBalken 6 ein länglich viereckiger Rahmen i, der anedünnen Latten zusammengesetzt ist, und quer über demobern Gebälke des Stuhle liegt. Man nennt ihnCaret oder Ueberlage. Seine beiden Endenragen vor dem Stuhle in etwas hervor. Indieser Ueberlage stecken auf dem einen Balken ein Ic zwei senkrechte Stöcke 1 m, wodurch ein eiser-ner Splint ii geht, worauf wagrechte Stäbe o be-weglich stecken, welche sich aufdemselben auf und nie-der bewegen können. Man nennt die wagrechte»Stäbe bald Liserons, bald Winden, bald auchTümler. An' den Enden o der Tümler hangenlange Schnüre x, welche herunter bis beinahe an denFußboden reichen, und von Leren Gebrauch bald ge-sprochen werden soll. An den Enden <i sind wiederandre Schnüre r angebunden, die mit den Schnürenr der Schäfte s, welche ein Dreieck bilden, verknüpftsind. Die Schäfte sind, wie schon bekannt, von Zwirn-faden an zwei wagrechte Stäbe angknüpfte Schleifen,welche in der Mitte Augen von dem nämlichen Zwirnehaben, und wodurch die Kettenfäden gezogen werden.Unter den Schäften sind an den Stäben Schnüre uangebunden, welche an die kurze Querlatten ange-knüpft werden. Unter diesen Schäften liegt eine zwei-fache Art von Stäben, welche kurze und lange Latten,