Seidenwirkerstuhl. 461
auch Contremärsche genannt werden, bei den an.dern Manüfakturisten aber bald kurze und langeQuertritte auch Zwesen heißen. Diese beidenArten Stäbe sind folgendergestalt angebracht, aufder Seite in v ist an der einen Säule 3 ein vonLatten zusammengesetztes Gestell angebracht, dasungefähr 2 Fuß 6Zoll hoch ist, und zu weiter nichtsdient, als daß der Weber seine Schützen darauf legenkann. Neben diesem Gestelle ist ein niedrigeres xgleichfalls von Latten angesetzt, das eben nicht einesolche längliche Gestalt hat, als das in Das kleineGestell führt den Namen Bock, in welchen zweieiserne Spillen übereinander stecken, wie zr und 2zeigt. Auf der obern Spille 7- stecken die Latten t2,bald mehrere, bald wenigere, nachdem es nöthig ist,welche so lang sind, daß ihre Länge beinahe derBreite des Stuhls beikommt, und welche kurze Lat-ten heißen. Auf der andern Spille 2 stecken die lan-gen Latten a 3, welche so lang sind, daß sie auch vordem Stuhle nach seiner Breite hervorragen, undworan die Schnüre x der LiseronS o angebundenwerden, so wie gleichfalls in die kurzen Latten 12 dieSchäfte s mit den Schnüren u angebunden werden.Die LiseronS haben den Zweck, bei dem Weben ge-wisse bestimmte Schäfte in die Höhe zu heben, unddieses müssrn die langen Latten 3 3 verrichten, wiesich solches bei dem Weben selbst ergiebt. Damitdiese solches verrichten, so müssen sie unmittelbar andie Fußtritte angebunden werden, damit wenn diesegetreten werden, die langen Latten gleichfalls mit her-unter gezogen werden, und diese wieder die Tümleran dem äußern Ende hin abziehen. Die Fußtritte k> bsind lange Latten, welchebeinahe so lang sind, als derStuhl selbst. Sie sitzen an einem Ende um eineneisernen Bolzen e o, welcher in zwei an dem Fußbo-den festgemachte Backen cl ä steckt. Die Fußtrittesind auf dem Bolzen beweglich befestiget, so daß wenn