Seidenwirkerey. ^63
gebracht, damit der Baum vermittelst desselben inseiner Spannung erhalten werden kann. Vor denbeiden Säulen s hat der Weber seinen Sitz, der auseinem Brette cj cj besteht, welches er auf eine Unter»läge auflegen und wegnehmen kann, wie es ihmgefällt. ^
Ein Mehrere- über dieSeiden-Weberstühle,s. unter Weberstuhl, in W.
Seidenwirkerey, Seidenweberey, die Kun st sei-dene und halbseidene Zeuge zu wirken oder zu weben.Manwebthalbseidene, glatteseidene, undfgcon-nirt seidene Zeuge. Unter halbseidenen Zeugen ver-steht man Zeuge, welche aus Fäden von Seide, Wolle,Baumwolle oder Leingarn bestehen. Die Nerfah-rungsart und die Handgriffe bei diesen Zeugen sinddieselben, wie bei den ganz seidenen Zeugen. Diehalbseidenen Zeuge bestehen demnach aus Fäden vonSeide und Baumwolle oder Wolle vermischt. Manhat halbseidene gestreifte Zeuge, derenKette ganz ausSeide besteht und zwar von der schönsten Org ansin-seide, damit solche einen schönen Glanz erhalten undder Einschlag/er bestehe aus Baumwolle oder deinen,diesem Zeuge nicht den Glanz benehme und etZ mattmache. Fast bei allen halbseidenen Zeugen bestehendie Kettenfäden aus guter Organsinseide; nur einigewenige Zeuge machen davon eine Ausnahme, indemdie Kettenfäden aus drei Theilen Seide und einemTheile Wolle bestehen.
Die Werkzeuge, welche der Seidenwi rker zudieserArtZeuge gebraucht,sind dieselben,wie zu denZeu-gen aus bloßerSeide, nur sind die Materialien in so fernverschieden, daß derselbe statt der Seide, noch Wolle,Baumwolle und Leingarn gebraucht. Die Wo lle, wel-che an sich kraus ist, muß erst, ehe solche mit den Seiden-faden vereiniget wird, gereckt und ausgespannt vverden.Er bedient sich hierzu eines Rahmens, der eim regel-