464 Seidenwirkerey.
mäßiges Quadrat bildet und ungefähr 9 Fuß hochund eben so breit ist. An der obern Latte sind dreikrumme eiserne Haken angebracht, worauf eine rundedrei Zoll dicke Stange liegt, die so lang, als derRahmen breit ist; auf der unteren Latte sind zweiStäbe, welche beide zusammen die ganze LängeresRahmens betragen. Diese Stäbe sind so verfertiget,daß in der Mitte ein ovales Stück von beiden Sei.ten vorspringt, und in der Mitte eines jeden dieserStücke ist ein Loch mit Schraubengangen, wodurcheine hölzerne Schraube geht. Damit nun diese ge-hörig umgedreht werden kann, so steckt in derselbenein hölzerner Schraubenschlüssel vermittelstwelches man die Schrauben umdrehen und dieStäbe näher 'an die Latten bringen kann. Wennnun die Wolle ausgedehnt werden soll, so werden dieSträhnen auseinander gemacht, und auf die rundenStangen gehangen; dann wird eine Stange, diehalb so lang ist, als die Breite des Rahmens beträgt,durch die untersten Enden der oberen Strähnen fol-gendermaßen gesteckt. Man hängt eine SträhneWolle mit einem Ende auf diesen Stab, dann stecktman ihn durch das untere Ende einer Strähne vonder obern Stange; dann wieder eine Strähne mitdem obern Ende; dann wieder eine von der obernStange, und so wechselweise eine um die andere, im-mer eine von oben, und wieder eine neue. Es stick-ten nun in den obern Strähnen zwei Stangen,welche ausgespannt werden können. Durch die an-dern Strähnen, die noch an den Stangen hängen,wird die Stange gleichfalls gesteckt, so daß dieSträhnen darauf von den beiden Enden bis an dasvorspringende Stück stecken. Man zieht nun dieSchraube der unteren Latte an, wodurch die Wol-lenstrahnen so viel, als möglich, ausgedehnt werden.So wie man die Wolle in der einen Halste des