Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
478
JPEG-Download
 

47s Seidenwirkerey.

er muß daher den Stock beim Aufbäumen der Kettebeständig sehr steif und fest halten, das Aufbäumen ohneTrommel geschieht nun auf folgende Weise. Man legtden Baum, worauf die Kette gebracht werden soll, aufdie beiden Böcke, Fig. 8706 in die Backen c. DieBöcke stüßen sich mit den Enden e an die auf dem Fuß.boden angebrachten Leisten k. Auf jedem Absatz e istoben ein Einschnitt A, worein der Oeffner K gestellter,den kann. Alle Bäume haben eine Fuge, worein dieFitzruthe gelegt werden kann. Jetzt nimmt derWe-ber das Fuß- oder Gangkreuz der Kette, stecktLurch die Oeffnung die Fihruthe, löset die Schnur i«dem Gangkreuze auf, und macht den Anfang die Gängein den Oeffner zu vertheilen. Der Oeffner hat hier ge-meiniglich Zähne von Messing oder Knochen, und seineLänge richtet sich gewöhnlich nach der Anzahl der hal>den Gänge der Kette. Wenn nun der Oeffner indie Einschnitte S, der Böcke, Fig. 8706 gestellt ist,so zählt er seine Zähne von seinen beiden Enden an, umdie Mitte von dem Oeffner zu finden. Den Fitzstockhält ein Anderer in der Hand, und derjenige, der auf-bäumt, legt halbe Gänge der Kette zwischen die Zähnedes Oeffners. Die entgegengerichkeke Lage der Gänge,hat auf den Nägeln der Scheermühle schon jeden halbe«Gang unterschieden, und die dazwischen geknüpfte Schnurhat diese Absonderung unterhalten, daher kann man diesebei dem Auseinanderlegen zwischen die Zähne des Oeffners fleichtfindem Der Oeffner hat hier gleichfalls zwei Stücke, Igleich dem beim Leinen- und Wollenweben, und der Ober-theil muß ebenfalls vom Untertheil abgenommen werden,wenn man die Kettenfäden in die Zwischenräume derZähne legen will. Der Fabrikant legt die Kette in dieMitte des Oeffners, und legt die halben Gänge bedacht-sam von einem Ende gegen die Mitte und von da wie-der ans andere Ende der Zähne, da der Oeffner mehrZähne, als die geschorne Kette halbe Gänge hak, der