Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenwirkerey. 479

Fabrikant aber die Anzahl seiner Gänge weiß, so zahlter sich gemeiniglich von der Mitte des Oeffners an soviel Zahne von beiden Seiten ab, als er gebraucht. Ermuß bei diesen! Auflegen und Vertheilen der halbenGänge sorgfältig vermeiden, daß nicht ein Faden eineshalben Ganges aus einem Zahn des Oeffners in einenandern Zahn desselben mit gelegt werde, welches ihmnachher bei dem Weben eine Verwirrung verursachenwürde, indem sich dann an einem Orte zwei Fäden indem Ober-oder Untergelese befinden, da sich doch, derRegel nach, nicht mehr als ein Faden in jedem Paare be-finden sollten. Sobald er seine halben Gänge Fädenin alle Zähne des Oefners vertheilt hat, so hat er auchnach eben diesem Verhältniß die halben Gänge ausein-ander auf die Fitzruthe vertheilt. Er legt nun diese mitden seidenen Faden in die Fuge des Garnbaums, undeine Person dreht denselben um. Eine andere Personhat den Stock nebst der Kette an beiden Enden in derHand, und läßt, indem er erst den Baum umdreht, dieKette von seinem Stocke abwinden. Er muß aber, in-dem er den Stock bald rechts, bald links umdreht, umdie Kette zum Aufwinden auf den Baum nachzulassen,den Stock beständig steif und fest nach sich ziehen, damitdieKelte straff und gleich auf den Baum gewickelt wer-de. Das Ausspannen der Kette vermittelst der Trom-mel auf den Garnbaum geschieht auf folgende Weist.Um die beiden Scheiben der Trommel liegt ein Tau s,das mit zwei Enden an den Querfuß Ic und mit den an-dern um den Stab t gebunden ist, welches um das TaudieTrommel spannt. Ein zweites Strick besteht aus zweigleich langen Enden, wovon zwei Enden an einem Stockin u und v an der Trommel befestiget sind, die andernbeiden Enden aber an den Stab angebunden sind.Dieser Stab mit seinen Stricken heißt der Spann-gurr, und an diesem Stäbe wird das Ende des Ban-des, der in dem obern Kreuze steckt, gebunden. Wenn