Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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496 Seidenwirkerey.

den Fäden der zwei hintersten Schäfte in das erste Rieteinpassirt, welches auf die Kante folgt; dann die beidenFaden der vordersten beiden Schäfte, und so geht erdie vier Schäfte auch dreimal durch, so daß von denzwölf Kettenfaden der Seide sechs Riete bezogen sind.Dann folgen die drei wollenen Kettenfäden, wozu erdie Riete, wie gedacht, entweder schon gleich bei Ver-fertigung des Blattes weitläuftig setzen lassen, oberen !den Stellen, wo Wolle einpassirt werden soll, durchbro- Ichen. Er. zieht den ersten wollenen Faden des .hintersten Schaftes zuerst wieder in das Rietund dann alle drei so wie sie folgen, von hinten nachvorne. Der folgende seidene Faden, der irr dem vorder-sten Schafte vor den wollenen Faden steckt, wird mitdem folgenden serdnen Faden des nächsten hintersten >Schaftes wieder vereinigst, und zusammen durchs Rietgezogen; und in dieser vorgeschriebenen Ordnung werden !alle Kettenfäden in das Blatt eingezogen. Bis zum IWeben wird auch hier die Einrichtung auf die nämlicheArt getroffen, wie schon oben gezeigt worden. DerEinschlag ist hier gleichfalls Wolle, welche eine von denFarben hat, welche die meisten Kettenfäden haben, hierdie grüne.

Halbseidene Merinos, wo die Kette beständigSeide und der Einschlag Möllerst. Die ganzeEinrichtung ist dieselbe wie bei dem oben angeführtenZeuge. Ist dieser Zeug ganz glatt und von einer Farbe, ^so ist nur eine Kette nöthig, weil alles Seide ist. Wer-den aber Figuren eingewebt, so werden zwei Ketten ge-schoren, eine Grundkette und eine Figurkette;eben so ist es auch, wenn sich in dem Zeuge hin undwieder Streifen von verschiedenen Farben bilden sollen.Ist er ^ Ellen breit, so steht das Blatt 7 bis 1100Riet hoch. Man scheeret ihn im letzten Falle mit 50Rollen, und scheeret damit 22 Gänge, weil man nocheinmal so viele Fäden gebraucht, als Riete im Blatte