498 Seidenwirkerey.
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Riet stark befinden, bei jeder Figur kommen vier Fädenin ein Riet, folglich muß der Fabrikant 80 Riet Atlas-kettenfaden scheeren, welches zusammen 320 Fädenmacht. Der Grund ist ein glatter Seidentaffetgrund,und daher sind in jedem Riete zw4 Kettenfäden; undda von den 900 Rieten, die hier angenommen werdensollen, 820 zum Grunde übrig bleiben, so müssen alsoüberhaupt 1640 Kettenfäden genommen werden, wozunun noch 320 Figurenfäden kommen, welches die obenerwähnte Summe giebt. Die Kette wird doppelt ge-schoren; die Atlaskette zu 32 Fäden mit 16 Rollen,Die Grundkette scheert er mit 20, auch mit 40 Rollen.Bei der ersten Kette scheert er in 10 Gängen, dasheißt, 20 mal herauf und herunter; bei der zweitenKette oder Grundkette kann er mit 20 auch mit 40Rollen scheeren, im ersten Falle macht er 41 Gängeoder er scheert 82 mal, herauf und herunter, und iin §andern Falle scheert er 20^ Gang. Wenn die Ketten ^geschoren sind, werden sie, wie oben beschrieben worden, !auf den Stuhl gebracht. Die Grundkette kommt nunhier oben zu liegen, weil sie die meisten Seidenfädenhat, und daher auch am mühsamsten gepuht werdenmuß. Bei diesem hier erwähnten Muster braucht ernun 8 Riete zu jedem Streifen, und zu jedem Zwischen-raum des Grundes 74 Riete des Blattes. Zum Ein-passiren der Fäden hat sich der Weber zehn Schäftebefestiget. Der Zulanger langt dem, der einpassirt, zuin >Ersten den vierten Theil der Grundfaden zu, wobei er Ibeständig sagt; Grund 1, Grund 2, 3 und so fort;derjenige, welcher einpassirt, zieht alle diese ihm zugelang- ^ten Grundfäden durch die beiden vordersten Schäfte,einen Faden um l,.-n andern. Sobald er seine AnzahlGrundfäden einpassirt hat, so trifft die Reihe einen Aolasstreifen. Er nimmt daher die Faden der Figurenkette,und passirt sie durch die acht hintersten Schäfte ein,und zwar von hinten nach vorn. Der Zulanger ruft