Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenwirkerey. 499

Figur 1, Figur 2, und so fort, bis der, so cinpassirt,alle 32 Fäden durch die acht Schäfte durchpassirt hat.Wenn er daher acht Fäden von hinten nach vorne ein-passirt hat, so wiederholt er solches noch dreimal. Erhat nun einen Atlasstreifen einpassirt, dann kommt wie-der Grund, den er auf dieselbe Weise durch die zweivordersten Schäfte, einen Faden um den andern, einpas-sirt, und auf diese Art passirt er alle seine Kettenfäden,bald die Atlasstreifen, bald die Grundstellen in ihre er-forderlichen Schäfte durch die ganze Breite des Zeugesein. Wenn er hiermit fertig ist, bindet er seine Schäftean die Fußtritte, welches auf folgende Weife geschieht.Alle kurze und lange Latten unter den Schäften imStuhle haben Schnüre, womit die ersten an LiejSchäfteund Fußtritte, die letzten aber an die Tümler und Trittegebunden werden. Die Schnüre sind alle in einerReihe in Löchern gebunden, die in die Latten gebohrtsind, und nachdem viele Tritte und Schäfte vorhandensind, nachdem müssen auch viele dergleichen Schnürean diese Latten beider Art angebunden werden. Manwebt diesen Zeug mit 10 Schäften und 8 Tritten; da-her sind unter den Schäften auch acht kurze und ebenso viele lange Latten befestiget. Da die Fußtritte ineiner natürlichen Folge von 1 bis 8 getreten werden,so sind dieserhalb auch die kurzen und langen Lattenmit den daran befestigten Schäften in ihrer gewöhnli-chen Ordnung nacheinander angebunden; denn wennder 2te Fußtritt getreten wird, so zieht er die zweitekurze und lange Latte, diese zieht den vierten Tümlerund zugleich den vierten Schaft mit in die Höhe, jeneaber, nämlich die kurze Latte, zieht alle die übrigenSchäfte mit herunter. Wenn nun Alles zum Webenbereit ist, so läßt der Weber sich Baumwollengarn aufkleine Rohrröllchen abwickeln, welche er zu Einschlags-fäden gebraucht. Die rechte Seite des Zeuges ist un-ten. Bändige Zeuge, das heißt, solche Zeuge, die

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