504 Seidenwirkerey.
Fäden in die Riete des Blattes eingezogen, die Kettewird an den Zeugbaum befestiget, und die Schäfte andie Fußtritte und übrigen Stäbe gebunden. Der We-ber gebraucht, wie schon oben bemerkt worden, hierzu sie-ben Fußtritte, und so viele Schäfte er hat, so viele kurzeund lange Latten und Tümler hak er auch nöthig.Nachdem er alle seine Schäfte an die Tümler oberwämangebunden hat, verfährt er auf folgende Weise. Allevier Grundschäfte bindet er zwei und zwei an die zweiFußtritte, die neben allen seinen Fußtritten zur rechtenHand liegen, und also der Zahl nach der 6te und 7tesind. Den 13ten und 15tcn bindet er vermittelst derbeiden kurzen Latten an den 6ten, und die beiden Schäfte14 und 16 an den 7ten Fußtritt. Diese beiden Fuß-tritte haben beim Weben mit den Fußtritten derFigur nichts gemein, sondern sie werden mit dem rechtenFuße besonders getreten; dagegen werden die Figuren-kritte mit dem linken Fuße gleichfalls besonders getreten.Der auf die vier Figurentritte folgende Fußtritt, welcherden Bindeschuß macht, wird auch besonders getreten,und zwar dann nur jedesmal, wenn die Grundschäfte sie-benmal getreten sind. Dieferhalb sind nicht allein die-jenigen Figurenschäfte, welche in dieHöhe gegangen sind,und nur bei diesem Tritte heruntergehen sollen, darangebunden, sondern der I4te und I6te Schaft, als diebeiden Grundschäfte sind gleichfalls daran gebunden, da-mit bei diesem Tritte auch zugleich die beiden Grund-schäfte, welche, ihrer Ordnung nach, heruntergehen sollen,mit hinabgehen können, um den Einschlag im Grundezu verbinden. Er verrichtet dann dasselbe, was der eineGrundtritt verrichten soll. Der Weber bindet den lsten,2ten, 6ten, 7ten, 8ten, lOten, Uten und 12ten Schaftvermittelst ihrer Tümler und langen Latten an den er-sten Fußtritt, und den 3ten 4ten 5ten und 9ten vermit-telst ihrer kurzen Latten auch an den nämlichen Fußtritt,so, daß sie, wenn dieser erste Fußtritt getreten wird,