Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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506 Seidenwirkerey.

Einschießen des Einschlagfadens und das Anschlagen ^mit der Lade desselben in Betrachtung zu ziehen. Hmbei der Seidenweberei) muß aber die auf dem Weberstuhl ^liegende Kette sehr ordentlich und rein gehalten werden,welches man unter demPutzen versteht; denn wenn derArbeiter nur weben könnte, ohne diese Verrichtung vor-zunehmen, so würde er wohl noch einmal so viel, auchwohl noch mehr weben können, als er es wirklich kann;so aber ist derselbe genöthiget, sich eben so lange mit deinPutzen aufzuhalten, als mit dem Weben selbst, wenn erwill, daß seine Arbeit rein und ohne Heckerschusseseyn soll. Unter den Genannten versteht man solcheStellen, wo die Kettenfäden sich nicht gehörig bei demTreten der Schäfte gehoben haben, und entweder Fä-den mit in die Höhe oder herunter gegangen sind, dieauch, herauf oder hinabgehen sollten, welches daher ent-steht, wenn die Kettenfäden nicht rein sind, sondernBüschel haben, welches dicke, zusammengezogene Stelle» ^sind, die aus den Fäden als eine zusammengedrehteFloretseide sitzen, und wodurch die feinen Kettenfäden zu-sammenbacken. Diese Fäden werde» daher von denBüscheln, wenn sie darauf haften, an Stellen mitge-nommen, wo sie nicht hingehören. Der sorgfältigeWeber, der eine reine, schöne Arbeit liefern will, mußauch die Kette rein putzen. Damit nun dieses recht be-quem geschehen könne, hat man die Seidenwirkerstühlevon ziemlicher Länge gemacht, damit der Weber wenig-stens 3 Ellen fertig putzen und weben kann, ehe er ge-nöthiget ist, aufs Neue zu putzen; denn wenn man dieseEinrichtung nicht getroffen hätte, und der Stuhl wärenur von der Länge, als der Weberstuhl eines Leinen-und Wollenwebers, daß man nur etwa bis zum Putzeneine Elle oder etwas darüber weben könnte, so müßtederSeidenwirker sich von seiner Arbeit noch mehr versäu-men, und öfter von dem Stuhle aufstehen, um zu putzen.Das Putzen selbst besteht nun darin: alle aufrechte