Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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532 SeidenwLrkerey.

den Fußtritten geschieht gleichfalls auf dieselbe Weise,als dort gezeigt worden, so wie der Arbeiter auch vierFaden in zwei Rietstifte passirt. Der Einschlag beidiesem Atlaß ist weiß. Ist es ein doppelter oder schwe-rer Atlaß, so wird noch einmal so viel zur Kette gescho-ren, und acht Fäden werden in jedes Riet einpassirk.

Die eigentlichen faconnirten Zeuge, welche auf einey,geköperten oder auf einem Leinwandgrunde gewisse Fi-guren bilden, seien es nun Carreaux, Steinchen, Tippe!oder andere Figuren, werden durch die Verbindung derverschiedenen Schafte mit den Fußtritten hervorgebracht,wozu auch die Einpassirung der Kettenfäden in dieverschiedenen Schäfte das Ihrige beitragen müssen; !denn diese Fäden müssen nach der Lage, welche die IFigur in dem Zeuge erhalten soll, erforderlich einpassn Iwerden. Nachdem nun diese Figuren groß und klein isind, nachdem steigt auch die Anzahl der Schäfte und !Fußtritte; und da die Anzahl der Schäfte zunimmt,wenn das Bild an Größe wächst, so webt man seltengroße zeichenreiche oder an Zeichnungen reiche Bilderauf diese Art in die Zeuge, weil hierzu eine sehr großeMenge Schäfte gehört. Man überläßt diese dem Zugdes Kegels oder des Zampels, daher webt man insbe- ^jdndere nur SteinchenS oder Punkte in die Zeuge, wel-che man so zusammen zu sehen weiß, daß sie im Ganzeneine gewisse Figur bilden, wie man bei den meisten fa-connirten Zeugen gewahrt. Mau webt alle diese Fi-guren bald in einen Gros de Tours, in einen Atlaß,oder in einen Levantin, der Grund bleibt immer die-selbe Arbeit, die sie war, als der nämliche Zeug ohnediese Figuren verfertiget wurde. Der faconnirte Zeugheißt dann entweder Spiegeltaffet oder Bril-lanttaffet, Levankine, wenn in einem glattenGrunde Steine, Carreaux rc. sind. GleicheBe-nennungen erhält in diesem Falle auch der Gros deTours, Atlaß oder auch Levankine, man nennt dann sol-