Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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550 Seidenwirkerey.

seine Kette geputzt hat, so setzt er sich auf seinen Sihzum Weben. Ein Ziehjunge stellt sich unter das Ke-gelbrett und zieht den ersten Kegel, und durch diesen Zuggehen in dem ersten Theile 50 einzelne Branchen her-unter. Diese ziehen 50 Hauptbranchen hinab, welcheeben so viele Rahmenschnüre gleichfalls herabziehen. Dieletzt»» ziehen 50 Schäfte nach der Vorschrift der Pa-trone in die Höhe, und mit diesen die Kettenfäden,welche in die gedachte 50 Schäfte einpassirt sind. DerWeber schießt hierauf seinen E'nschußfaden ein, undder Junge zieht den zweiten und folgenden Kegel. DerWeber schlägt seinen Einschußfaden mit dem Blatteder Lade an, und durch den ersten Zug geht die halbeKette in die Höhe, und die andere Hälfte bleibt stehen.Bei dem zweiten Kegelzuge gehen wieder so viele Fadenherauf, allein an verschiedenen andern Stellen, indemhie Kettenfäden sich so heben, daß sie die Stellen derFigur zu bilden anfangen. So fährt der Junge fort,Kegel vor Kegel zu ziehen, und zwar erst den erstenTheil, und dann die folgenden. Die Schäfte wechselnbeständig nur auf eine doppelt verschiedene Art. Ansolchen Stellen, wo Figuren entstehen sollen, kommen einund eben dieselben Kettenfäden verschiedene Male nacheinander in die Höhe; denn dieselben Schäfte, welchediese bildenden Kettenfäden bewegen, sind vermögeder Branchen an mehr, als einen Kegel, angebunden.Wenn der Weber den Kegelzug einrichtet, so mußer darnach trachten, daß er das Kegelblatt nicht zu hochund nicht zu niedrig stellt, damit her Junge die gehö-rige Stärke brauchen, und den Zug erforderlich ausfüh-ren kann. Er muß hauptsächlich nicht zu niedrig ge-> stellt werde», damit der Junge Raum hat, den Zugthun zu können. Der Junge muß sich ferner in Achtnehmen, daß er niemals den rechten Kegel verfehlt, son-dern immer der natürlichen Ordnung folgt. Zieht ereinen unrechten Kegel, so machen solche Kettenfäden