Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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560 Seidenwirkerey.

aber, wo kein Prunkt steht, völlig übergeht. Ferner istbei der Anfertigung dieses Zeuges die rechte Seite un-ten, und daher muß die Patrone so eingerichtet seyndaß alle Kettenfäden, welche auf der rechten Seite bil-den sollen, bei einem jeden Zeuge unten bleiben, undnur die überflüssigen, welche zur Bildung nichts beitra-gen, Mit dem Kegelzuge in die Höhe gehen. Auf derrechten Seite bildet also der Kettenfaden und auf derlinken der Einschlag. Wenn eingelesen worden, ver-bindet der Weber die Schäfte mit den Fußtritten; ergebraucht zu allen 12 Schäfte und acht Fußtritte.Diese werden mit jenen auf folgende Art vereiniget.Die acht Schäfte, welche sowohl den Köper deö Grun-des, als auch die übrigen schmalen Köperstreifen her-vorbringen sollen, werden mit den acht Fußtritten aufdieselbe Art verbunden. Jeßt hat der Weber Alles zumWeben dieses Zeuges eingerichtet. Das Weben selbstmuß hier Übergängen werden, weil es sich nicht so deut-lich beschreiben läßt, daß eö dem in diesem Gelverbs-zweige ganz Unkündigen verständlich seyn sollte. Nurso viel muß hier angeführt werden, daß die Figurenfi-den nicht mehr gezogen, sondern der Grund nurschlechtweg gemacht wird, dieselben auf der linken Seiteohne alle Verbindung frei liegen, und nicht eher wiederin Bewegung kommen, als wenn wieder aufs Neueein Zug geschieht. Die dazwischen laufenden Grund-fäden machen allein Grund, sowohl wenn die Figurentsteht, als auch in dem bloßen Grunde. Manwebt diese Art Seidenzeug so vielfach und mit so vielenAbänderungen, daß es fast unmöglich ist, alle Arten zuzergliedern. Der Grund, worin Liefe gezogenen undsaconnirtenMuster entstehen sollen, kann bald von Las-set, bald von Gros de Tours, bald von Atlas rc.sey». In jedem Falle müssen so viele Schäfte uudFußtritte genommen, und die Verbindung derselbenunter einander so bewerkstelliget werden, als die Natur