Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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570 Seife und Seifensiederey. i

auch mit diesem Namen in der Übersetzung belegtedaß sie andern Morgenländischen Völkern nicht fremdgewesen, will Adelung daher leiten, weil ihr Name 'sowohl im Persischen, Arabischen, als auch imMala-barischen nicht unbekannt ist; denn im Persischenheißt sie Sadorm, im Arabischen 6st)sn, im Malmbauschen 8a>vu-^aram; indessen scheint die Angabederjenigen mehr Glauben zu verdienen, welche derenBekanntwerdung in das erste Jahrhundert der christ.lichen Zeitrechnung sehen. In dem Pliniuö undbeimMartial kommt das Wort Seife, 8spo,zuerst vor. Da nun diese beiden Schriftstel-ler im ersten Jahrhunderte der christlichen Zeitrech-nung lebten, so muß allerdings die Seife schon zuihrer Zeit im Gebrauch gewesen seyn, da sie davonschreiben konnten. Galen erwähnt der Seife imzweiten Jahrhundert, in welchem er lebte. Nachdem zuerst erwähnten Schriftsteller soll die Seife eine >Erfindung der alten Gallier, und von ihnen aus Ascheund Talg, ox 8<;do et ciuerao, bereitet worden seyn.Auch Marti al sagt dasselbe. Wenn man überausdas alte Deutsche Wort Sepe schließen will, wovon ^die Wörter: «elio, sapo ew. abgeleitet seyn !

können, so möchte man diese Erfindung wohl nichtmit Unrecht den Deutschen zuschreiben. Wenn man >sich hier noch hinzudenkt, daß die alten Deutschen inihren fast undurchdringlichen Wäldern sich vor derKälte durch starke Feuer zu schützen genöthiget wa-ren, daher viele Asche von verbrannten Eichen,Buchen rc. auf ihren Wohnpläßen, Aufenthaltsortensich anhäufen mußte; und da sie nun aufdie Fischerei,Jagd und Viehzucht zu ihrem Unterhalte angewiesenwaren, so erlangten sie auch sehr leicht das Fett, undso kann der Zufall es gewollt oder besser dahin ge-bracht haben, daß diese Produkte zusammengekommen,

und die Seife gegeben haben; denn nur zufällig muß