Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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580 Seife und Seifensiederey.

säße nun Alles die Nacht über ruhig stehen, am andern ^Morgen noch eine halbe Stunde sieden, wo sich dann die >Seife heben und über der Lauge schwimmen wird. !Wenn, wie es zuweilen bei einem unrichtigen Verhält-Nisse, bei zu viel gebrauchtem Laugensalze, Kochsalze oderTalg geschieht, die Masse umzuschlagen scheint, so daßnur Gescht entsteht, Alles dünn bleibt und nicht gehörigdick werden will, so hilft man sich damit, daß man ineinem kleineren Kessel Lauge mit Talg siedet, dieses ab-salzt und dann in den größeren Kessel unterrührt, woman denn eine um so derbere und weißereSeife gewinnt.

Eine dritte VersahrungSart besteht darin, daß manSode zur Lauge nimmt, und auf 260 Pfd. derselben,pulverisirt, 100 Pfd- ungelöschten Kalk. Der Kalkwird erst mit halb so vielem Wasser abgelöscht, daß ernicht mehr raucht und zu Pulver zerfällt. Hieraufwird die gepulverte Sode unter den Kalk gemischt, bei-des mit Stöcke« untereinander gerührt, und in ein Fäß-chen gethan, welches oben offen ist. Man setzt diesesFäßchen in einen Kübel, damit das Wasser abgezogenwerden kann ; auch muß man einen Korb in das Faßjeßen, damit die Sode nicht in den Kübel durchdringt. 'Nach dieser Vorbereitung gießt man Wasser über dieseMaterie in das Faß, bis es einige Hände hock darübersteht; macht dann das Faß zu, damit die Mischungnichts an Stärke verliert, und laßt Alles wenigstensvier Stunden lang stehen. Dann wird das Wasser,oder vielmehr die Lauge, zum ersten Male abgelassenund numerirt, damit man bei den folgenden Abtastun-gen, die gleichfalls numerirt werden, nicht eins fürdas andere nimmt, und gut bedeckt. Man gießt nunfrisches Wasser auf die Masse, läßt es fünf Stundenlang stehen, läßt es dann ab, und numerirt es mit 2.;eben so verfährt man zum dritten und vierten Male,jedoch wird nur etwas weniger Wasser zugegossen, unddie Abzüge mit Nummer 3 uyd 4. versehen Man