Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seife und Seifensiederey. 5A

nimmt nun 200 Pfd. gutes Hammel« oder Schöpsen«talg, auch RindStalg, läßt es in einem Kessel über demFeuer während des Umrührens, damit es nicht an-brennt, zergehen. Wenn nun das Talg zergangen ist,so gießt man einen oder zwei Eymer von dem WasserNummer 2 darüber, bis die Masse in dem Kessel teigigwird. In diesem Zustande gießt man nach und nachvon dem Wasser No. 1 darübsr, jedesmal einen Eymerauf einmal, und läßt immer eine Viertelstunde Zwischen-zeit, zwischen dem ersten und dem andern. Nachdemman die Laugen No. 1 und 2 gebraucht hat, so gießtman nach und nach, und von einer halben Stunde zurandern, jedesmal einen Eymer von Nr. 3 und 4 dar-über, bis man gewahrt, baß die auf den Rand desKessels herausgezogene Seife fest bleibt, und lange Fa-den zieht. Eine halbe Stunde, ehe man sie herausnimmt, wirst man auf 12 Pfund Talg, 2 Unzen Alaunhinein, welcher vorher in dem Wasser von Nr. 1 und2 in einem Topfe aufgelöset worden. Hierauf wird dieSeife in Formen gegossen, die vorher mit Olivenöl ge-strichen worden, und kalt werden gelassen. Man er-hält auf diese Weife ungefähr tausend Pfund Seife.Will man nur eine geringere Menge bereiten, so machtman nur dreierlei Laugen und verfahrt in Allem, wieoben; auch gebraucht man nicht so viel Feuer unterdem Kessel.

Um eine guteH aus seife zu bereiten, wird folgendeVorschrift von einem erfahrenen Hauswirthe gegeben.Man bringe das Aescherfaß in Ordnung, suche einenPlatz unter einem Schauer oder einer Dachung in derNähe des AescherfaffeS, mache ihn gehörig rein, schüttedarauf 4^ Himten reine Büchenasche oder auch eine an-dere kalireiche Asche, befreit von allem Ruße und Keh-lig. Am besten thut man, wenn man sie vorher durchein etwas grobes Sieb staubt, damit die Kohlen, undwas sonst an Steinen rc. darunter gekommen, dargus

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