Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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I Seife und Seifensiederey. 593

beim Herausziehen des Spatels etwas stark, wie einBrei, angesetzt haben, und bei dem Kaltwerden mußsich die Seife daran mit dem Finger hart angreifen lassen.Ist nun hierbeiKalk gebraucht worden, welcher mehr weiß,als ein anderes Produkt macht, oder die Lauge ist vonguter Art und hell gewesen, so wird die Kernseife auchmehr weiß, als weißgelb seyn. Darauf wird dann dienoch übrige mit Salz vermischte Lauge, welche beimKessel steht, bis zu Ende des Kochens nach und nachzwischen dem Kessel und der Seife, jedesmal in einer^ Wenigkeit zugegossen. Mit dem Wellen- oder Geschiebe-kochen hat es folgende Bewandniß: Die ganze Masse imKessel ist nach dem Absalzen in beständiger Bewegung,und es entsteht in der Mitte, auch hier und da, einej kleine Oeffnung oder Durchbruch, aus diesem treibt dasFeuer die Seife als wie einen Brei mit etwas unterge-mischter Salzlauge heraus. Dieser folgt dann ausder kleinen Oeffnung noch immer mehr und mehr Seifewie ein Brei nach. Hieraus entsteht nun eine Welleoder ein Geschiebe, die sich im Kessel gleichsam über dieandere Seife wegwälzt oder fortschickt. Weil nun derenim Kessel immer mehrere entstehen, so ist nichts alsGeschiebe und Wellen übereinander zu sehen, welche sichdann übereinander wegwälzen, sich gleichsam in einanderverschlingen, und an der Rundung des Kessels ihrEnde finden. Wenn nun das Feuer stärker wird, soentsteht der vorbeschriebene Berg, welcher sich dann mehrund mehr aufthürmt, womit dann auch die ganze Seifein dem Kessel steigt, und so auch in dem aufgesetztenSturz über den Kessel in die Höhe, wenn man nämlicheinen solchen von Tannenholz über den Kesselrand aufdie Mauer gesetzt hat. Sobald nun eine Kelle vollLauge darüber gegossen wird, so senkt sich Alles herun-ter, weil aber das Feuer noch stark ist, so kommt dieserBerg auch bald wieder. Wenn nun das Feuer ver-mindert wird, so bleiben gleichwohl noch immer dieseGec. rechn. Eni. Theil dll. P p