Seife und Seifensiederey. 601
^ schnitten, und als leichte Schaumseife zum Ver-kauf fortgelegt.
In großen Seifensiedereyen ist der große kup-ferne Kessel in den Boden der Werkstatt eingesenkt; esumgiebt denselben ein dicker Sturz oder Mantel vonKienholz, als ein Faß, welcher oben weit und unten engeist, und auf dem Mauerrande ruht, daneben befindet sichdie Kühlwanne, in die man die Seife mit einer kupfer-nen Kelle mit langem Stiele aus dem Kessel, und wie-der in den Kessel eingießt. Man gebraucht Eichen- undBüchenasche in Haufen zu 2 Winspel, die man mit ^WinspelKalk und das gehörige Quantum Wasser durch-einander rührt. In großen Aschenfässern wird danndas Gemengsel von Zeit zu Zeit mit Flußwasser ange-rührt und über Nacht stehen gelassen. Am folgendenMorgen wird alle schwache Lauge auf den Aescher gegos-sen. Der Aescherhahn wird mit Stroh von innen um-geben, und man zapft ebenfalls eine starke, mittlereund schwache Lauge ab. Auf zwei Winspel Eichenaschewird 5 Centner Rindertalg und 10 bis 12 Metzen Kü-chenasche gerechnet. Das Kochen geschieht, wie obenangeführt worden, und eben so wird die Seife oder derSeifenleim in Formen geschlagen. Man erhält ausdiesem Sah 7^ Centner Seife. Auch hier kann manden leichten Schaum, der vor dem Dicksieden im Kesselschwimmt, zur leichten schwimmenden Bartseife benutzen.Wenn man die Seife durch und durch blumig ha-ben will, so muß man die noch weiche Masse in derForm mit einem Holzspatel der Länge, und dann derBreite nach durchrühren, und Luft in die Massebringen.
Anleitung wie man von gesammeltemFette in ein er Haushaltung eine gute weiße
l Seife kochen und bei dem Umsetzen verviel-fältigen kann. Das Verhältniß der Asche und