600 Seife und Seifensiederey.
Farbe auf den Boden seßt. Mit der marmorirten g«l- !den und weißen Seife hat eS nun gleiche Beschaffenheitund wird die weiße Farbe zuerst und die gelbe Farbe zu-letzt eingegossen, und bis zum Kaltwerden durcheinandergerührt, damit hierdurch die Marmorirung um so besserbewerkstelliget werbe. Man läßt die angefüllten For-men bis zum nächsten Tage stehen. Dann setzt mandie Form auf einen Tisch, nimmt die vierSeitenbrekter, wenn die beiden kleinen Keileund die beiden Durchstechet ausgezogen worden,auseinander, und die Seife steht dann als ein großesQuadratstück auf dem Bodenbrette. Man zeichnetnun den Schnitt mit einem in einem Lineal steckendenNagel vor, und die Tafel selbst schneidet man mit einemgroben Clavierdrahte, der zwei Griffe hat, ab. JedeTafel enthält 1 Pfd. Seife, indem man ein dazu abge-messenes Holz oder Modell an dieselbe anlegt. Dasheißt, das Modell wird von einer Person angelegt undeine andere schneidet mit dem Drahte an diesem Modellvon oben herunter. Hernach schneidet man die TafelnSeife mit einem Messer in beliebige Stücke, die manmit einem Lineale abmesse/: kann. Die oben beschrie-bene Art der Seife kann auch mit weniger Lauge inFormen versetzt werden, und dann wird sie nach vielemoder wenigem Zugießen der Lauge entweder weniger undstark, oder auch viel und schwach. Auf diese Weisemacht man die leichte Seife zum Verkauf. Wie schonoben, S. 591, bemerkt worden, wird sich, nach dem- Salzen der Seife im Kessel auf derselben ein leichtesund schaumarciges Wesen mit einer Art Rand aufsehen,diese» leichten Schaum nimmt man über der Seife, soviel, als man davon brauchen will, ab, und füllt ihn ineine Form. Hierzu thut man nun etwas weiße Wasch-erde, die mit warmer, roher Lauge vermischt worden,rührt es bis zum Erkalten herum, und schlägt es zu ei-nem Schaume. Wenn es kalt geworden, in Stücke ge-