Seife und Seifensiederey. 613
Die Auflösung desreinen Kali in Wasser erfordert, wennsie nachstehendes spe-cifischesGewichkhat.
Prozente
des
Kochsalzes.
Prozente des schwefel-sauren NatrunSwenn es
krystallisier/
verwirren ist.
1,48 . . .
53^
1504
61^
1,50 . . .
56
157
64
1,52 . . .
584
164
67
1,54 . . .
.604
1694
69
1,56 ...
62
1744
714
1,58 . . .
64
1794
734
Anstatt des Talges kann man auch Schweineschmalz,
> Butter, Kammfett rc. brauchen. Pelletier erhieltaus Kammfett und Natrum, und Bullion aus glei-I chen Theilen Kammfett und Rüböl mit der Hälfte con-centrirter Natrumlauge vorzügliche Seife.
Eine ungekochte Seife zu verfertigen.Man thut 20Pfd. Fett, nebst zwei Eymern voll schar-fer Lauge in einen Kessel, und seße es über das Feuer,bis das Fett völlig geschmolzen ist; dann stellt man ei»Faß auf den Hof oder an jeden andern offene» Ort, woes die Sonne befcheineu kann ^ füllt er bis zu 4 mitscharfer Lauge an, und schüttet das geschmolzene Fettmit sammt der Lauge siedend heiß hinein, rührt es nach-drücklich mit einem Stäbe um, und schüttet alle Tageeinen Eymer schwacher Lauge hinzu, bis das Faß vollwird. Auf diese Art bekommt.man in einer Zeit vonacht Tagen eine vortreffliche Seife.
Eine Art Waschseife aus Baumschwäm-men. Man übergießt eine Quantität Potasche miteben so vielen Pfunden Wasser, als die Potasche wog,! rührt sie mehrmals um, damit sich dieses vegetabilische; Laugensalz darin völlig auflöset, und nachher gießt man! die klare Lauge von dem Bodensahe ab. Ist diese Pot-