Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seife und Seifensiederei). 621

völlig gelöscht worden, so vermengt man ihn mit derSode und schüttet dieses Gemenge in die Wanne, aufderen Boden man zuvor ein Stück Linnen auögebrei-ket hat. Man vergißt dabei nicht das unten in derWanne befindliche Zapfenloch zu verstopfen, gießt einehinlängliche Menge Wassers hinzu, so daß die Masse gutdurchgeweicht und drei Finger hoch damit bedeckt werde,rührt diese mit einem Stäbe tüchtig durcheinander, undnachdem sie darauf einige Stunden in Ruhe gestanden,öffnet man den Zapfen, zapft die Lauge ab und hebt siebesonders auf. Dieses ist die erste Lauge. Jetzt schüt-tet man von neuem Wasser darauf, rührt das GemengeMit einem Stäbe durcheinander, läßt es einige Stundenin Ruhe stehen, und zapft endlich eine zweite Lauge ab,die man wieder aufbewahrt; auf die nämliche Art berei-tet man auch eine dritte Lauge, indem man gleichfallsWasser auf die zurückgebliebene Sode gießt, wo danndas Residuum erschöpft seyn wird. Man kann auchnoch eine vierte Lauge, wie oben angeführt worden, be-reiten, allein da sie doch nur sehr schwach ist, so hatman an diesen drei Arten Lauge genug. Man thutnun 3 Pfund Baumöl nebst ungefähr Maaß vonder dritten Lauge in den Kessel, seht denselben auf einFeuer, welches nur eben im Stande ist, dieses Gemengekochend zu machen, gießt alle zwei oder drei Minutenein Glas von der dritten Lauge hinzu, unterhält sorg-fältig das Feuer, und rührt die Flüssigkeit mit einemSpatel vom Anfang bis zu Ende durcheinander. Nach-dem die ganze dritte Laugochinzugethan wotden, bedientman sich der zweiten, indem man sie ebenfalls nach undnach hinzufügt. Man unterhält diese Masse beständigim Kochen. Man nimmt dann die erste Lauge, welcheman auf dieselbe Art in kleinen Quantitäten kurz nacheinander hinzugießt. Wenn man nun bemerkt, daßdie Materie nicht mehr dicht ist, sondern einem gefalle-nen Schaum ähnlich sieht, so thut man ungefähr 2 bis