634 Seife und Seifensiederey.
Strümpfe. Man muß jedoch Acht haben, daß manbeim Reiben keine Kartoffeln anwendet, die inwendigroth sind.
Bereitung einer Seife aus Fischen. DerErfinder dieser Seife ist der Chemist Joh. CrookinEdinburgh. Die Fische werden erst von allem Blutedurch wiederholtes Ausspülen mit Wasser befreit, dannin siedender Aehlauge anhaltend gekocht, nachdem sievorher klein geschnitten worden. Hierzu wird nur we.nig Talg oder Oel noch hinzugesetzt, so daß zu achtThei-len der angewandten Fischsubstanz nur ein Theil dessel-ben genommen wird. Man kann hierzu jede Art vonFischen gebrauchen.
Saure Seifen, >8ap0N6s acicli; Fr. Lsvanz«vicles, Engl. Losps; Jtal. 8gpo,n seilli.
Unter mehreren Chemisten, besonders in Frankreich, diesich mit diesem Gegenstands im letzten Drittel des vori-gen Jahrhunderts abgaben, verdienen die Versuche desnun verstorbenen Achard'S, DirectorS der Akademieper Wissenschaften zu Berlin, hier angeführt zu werden.Ob übrigens der genannte Chemist der erste Entdeckerdieser Seifen gewesen, oder ob die Französischen Chemi-ker, als Cornette, früher sie entdeckt haben, mag hierpnberührt bleiben. Das Verfahren, welches der Di-rektor Achard anwendete, um durch die Verbin-dung der Schwefelsäure sowohl mit den flüssige»,als mit den fetten Oelen, die man durch Auspressen oderdurch Kochen aus Vegetabilien erhält, saure Seifen zumachen, war folgendes. Er goß von einer starken wei-ßen Schwefelsäure 2 Unzen in einen gläsernen Mörser,und fetzte nach und nach, unter beständigem Reiben, 3Unzen von dem Oele hinzu, woraus er die Seife machenwollte, und das er vorher bis zum Sieden erwärmt hatte.Er erhielt auf diese Weise schwarze Massen, welche nachdem Abkühlen die Dicke eines Terpentins hatten. Schondiese Gemische waren wahre Seifen, um sie aber zu ei-