Seife und Seifensiederey. 641
, Talkerde-Seife läßt sich darstellen, wenn man eineI Auflösung der schwefelsauren Talkerde mit einer Seifen-auflösung vermischt. Sie ist sehr weiß, fühlt sich fettigan, trocknet schwer, und behält nach dem Trocknen die^ weiße Farbe. Im Wasser ist sie unauflöslich, selbst wenndieses kochend ist. Der Alkohol urkd die fetten Oelelösen sie in beträchtliche Menge auf. Ein Zusatz vonWasser macht die Auflösung derselben in Weingeistmilchicht. Bei einer mäßigen Hitze schmelzt sie; nachi dem Schmelzen bildet sich eine durchsichtige, blaßgelbeund sehr spröde Masse. — Die Baryt- undStron«tian-Seife kommen in ihren Eigenschaften fast ganzmit der Kalkseife überein. —
Die metallischen Seifen, Lspones rnmslliei;Fr. 8gvons ; Eng. NetsIÜL 80UP5 ; Jtal.
8gpovi metsllici, lassen sich durch Vermischung einerAuflösung der gewöhnlichen Seife mit einem metalli-schen Salze darstellen. Berthollet und Brandts> haben sich besonders Mit Untersuchung derselben beschäf-tiget.— Die Bley seife wird erhalten, wenn Maneine Auflösung von essigsaurem Bley mit einer Seisen-auflösnng vermischt. Sie ist weiß, zähe, und hängt sichsehr fest an, wenn man sie erwärmt. Wird sie geschmol-zen, so wird sie durchsichtig, und nimmt bei verstärkterHitze eine schwachgelbe Farbe an. — Die Eisenseifewird mit schwefelsaurem Eisen bereitet. Sie hat einetöthlich braune Farbe, ist zähe und schmilzt leicht.
^ Wird sie auf Holz gestrichen, so dringt sie in dasselbeein und trocknet. Sie löset sich Mit Leichtigkeit in Oeleu,vorzüglich in Terpentinöl auf. In verschlossenen Ge-fäßen erhitzt, hinterläßt ein Loth von der Eisenseife 48Gran Eisen. Aus Salzsäure wird das Eisen durchSeife weißgelblich gefällt. Berthollet empfiehlt dieseSeife als Firniß. — Die Gold seife wird vermittelstdes salzsauren Goldes dargestellt. Sie ist anfänglichweiß und hat die Consistenz der Sahne. Nach undDer. rechn. Lm. Theil dll. S s