Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
642
JPEG-Download
 

642 Seift und Seiftnsiederey.

nach geht ihre Farbe in schmutzig Purpurroth über. ,Diese Seife haftet so feste an der Haut, daß es schwerist, den Eindruck hinweg zu schaffen. — Die Silber,seife kann man von dem salpetersauren Silber bereiten.Sie ist anfangs weiß, wird aber, wenn man sie derLuft aussetzt, röthlich. Beim Schmelzen überzieht sichihre Oberfläche mit sehr glänzenden Regenbogenfarben;unter dieser Oberfläche ist sie schwarz. Ein Loth davonhinterläßt beim Verbrennen an wiederhergestelltem Sil-ber 30 Gran. — Die Kobaltfeife läßt sich durchVermischung einer salpetersauren Kobaltauflösung miteiner Seifenauflösung darstellen. Sie hat eine schmut-zig bleygraueFarbe und trocknet schwer. Vertheiletmachte die Bemerkung, daß gegen das Ende der Fäl-lung eine grüne, geronnene Masse in geringer Menzezu Boden fiel, welche eine größere Festigkeit, als dieKobaltseife hatte. Der genannte Chemist vermuthet,daß ein Nickelgehalt, welcher dem Kobalte beigemischtwar, die Bildung einer Nickelseife veranlaßt.- !Die Kupferseife läßt sich durch schwefelsaures Kup-fer darstellen. Sie hat eine grüne Farbe, fühlt sichwie Harz an, und wird trocken und spröde. Heißer Alkohol macht ihre Farbe dunkler, löset aber kaum etwasvon derselben auf. Der Aether löset sie aus, macht sieflüssig, und ertheilt derselben eine dunklere und schönereFarbe. Sie ist in Oelen leicht auflöslich, und giebt jihnen eine angenehme grüne Farbe. — Die Quecksil-berfei fe erhält man, wenn man eine Auflösung desatzenden QuecksilbersublimatS mit einer Seifenauflösungzusammenmischt. Es fällt daher nach und nach ausder milchichten Flüssigkeit die Quecksilber-Seife zu Bo-den. Diese Seift ist klebrig, trocknet schwer, verliertin der Luft ihre weiße Farbe, und nimmt eine schwier-graue an, die nach und nach dunkler wird, vorzüglichwenn man sie der Sonne oder Hitze aussetzt. Sie lä- >set sich mit Leichtigkeit in Oel, allein nur in geringer