Seife und Seifensiederey. 647
, viel weißes Wachs, als Seife, durch Kochen mit sechs-i mal mehr Wasser unter fleißigem Umrühren zum Fir-niß bildet. Hierein taucht man nun die Gipsbilder, undnachdem man sie herausgenommen und mit um den Fin-ger gewundenes Nesseltuch gut abgerieben hat, sind sie ge-gen Schmutz und Staub geschützt. Zum Waschen des> Gesichts und der Hände gebraucht man gleichfalls so-wohl die weiße, als die grüne Seife, letztere besonders,
! wenn man sich die Hände und das Gesicht sehr schmut-zig gemacht hat, vorzüglich in manchen Gewerben, weilsie wohlfeiler ist; die weiße Seife wird zu diesem Be-hufe auf der Toilette der Damen mit wohlriechendenOelen gemischt und dann auch marmorirt.
Was die Gerächschaften zum Kochen derSeise,zum Ansetzen der Lauge, zum Ausschläger, der Seife rc.anbetrifft, als Kessel, Aeschersässer oder Kübel,Zuber, Wannen, Schöpfkellen, Spatel,Formen rc., die oben bei der Beschreibung der Berei-j tung der verschiedenen Seifen angeführt worden, sosind solche zu bekannt, als davon Abbildungen zugeben;auch kommen diese Art von Gerächschaften bei verschie-denen Gewerben in der Encyklopädie schon in Abbil-dungen vor, als im Art. Licht, Th, 78, wo auch man-ches über das Schmelzen des Talges rc. gesagt worden,was auch bei der Seifensiederey Anwendung findet; obenunter Seidenfärberey, und in andern Artikeln. S.auch weiter unten die mit Seife zusammengesetzten Ar-tikel. — Ueber die Seife und dasSeifensiedensehe man nach:
Schauplatz der Künste und Handwerke, Th. ,6. Dü-hamels Seifensieder.
Hausmutter, Th. Z, S. Z56.
Oekonomisches Portefeuille, 2r Th., S. 565.
Berliner Jntelligenzblatt, 1788, Nr. 1277. — Dasselbe,» 789 , Nr. r76.
Neueste Mannigfaltigkeiten IV., p.
Esthnisches Wochenblatt von, Z. Jan. 1782.