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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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646 Seife und Seifensiederey

der Arzneikunst häufig angewendet; s. auch oben, S.630. Ihre Haupteigenschaft besteht in einer reinigen- ^den Kraft, welche von ihrem Alkali herrührt; denn wenngleich dasselbe gewissermaßen mit dem Oele gesättigetist, so behalt es doch immer noch so viel Stärke, daß esauf frische ölige Materien kräftig wirken, solche in einenseifenartigen Zustand versetzen, und sie dem WasserMischbar machen kann. Auö dieser Ursache ist die Seifezur Reinigung aller und jeder Substanzen von alle»fetten Materien, womit sie bestrichen und befleckt sind,nützlich. Auch bedient man sich der Seife mit gutemErfolge bei dem Reinigen und Waschen der leinenenZeuge oder der Wäsche, die wir stets gebrauchen. Mangebraucht ferner die Seife der Wolle ihre Fettigkeit undder Seide ihre Störrigkeit und röthlich gelben Farbezu benehmen, welche bei letzterer von einer Art von har- ^zigem Firniß herrührt, womit sie von Natur überzogenist, s. auch oben, unter Seide und Seidenbau.Die reinen alkalischen Laugen würden gewiß dasselbethun, da sie die öligten Materien kräftiger, als dieSeife auflösen können; allein man muß hier bemerken,daß die reinen Alkalien, deren Wirksamkeit nicht durcheine gewisse Menge Oel, so wie in der Seife, gemildetwird, wegen ihrer Aetzbarkeit die meisten und vorzüg-lich die thierischen Substanzen, dergleichen die Wolle,die Seide und andere sind, welche man vermöge dersel-ben reinigen wollte, gänzlich verändern, und sogar zer-stören würde; dahingegen die Seife den Schmutz und .das Fett eben so gut, als das reine Alkali hinwegnimmk, iohne daß man Gefahr läuft Veränderungen oder Zer- ^störungen zu bewirken» Man gebraucht die Seife fer-ner bettn Tuchwalken in der Wollenfärberey, als Beize,beim Bleichen zum Flecke ausmachen, zur Bereitungder Haarpomaden, mit gleich vielem Schweinschmalz,zur Bereitung des Lau äs Lues, zum Firniß fürGypöbilber, welcher dadurch erhalten wird, daß man so