Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seiftnlauge. Seiftnsieden. 671

wird Alles gemischt, geknetet, und in runde Formengerollt.

Seifenkugeln, Flecke auszumachen. Mannehme Seife und vermische sie mit Asche von Wein-rebenholz und eben so vieler Kreide, siebe beides gutLurch, desgleichen gebrannten Alaun und Weinstein,auch gur zerstoßen. Man thue nun Alles zusammenin einen Mörser, mache einen Teig davon, und dar-aus runde Kugeln, die man im Schatten trock-nen läßt. Mit einer solchen Kugel bestreicht manden Fleck und wascht ihn wobl aus; s. auch den Art.Fleckkugel, Th. 14, S. 99.

Geifenlcmge, s. Seifensiederlauge.

Getfenleim, s. oben, unter Seife und Seifenfiei-derey, S. 576. Die Seife, wenn sie im Kochendie Consistenz eines Leims annimmt, das heißt, gal-lertartig wird, und in die Formen geschöpft werdenkann.

Seifenmagma, Seifengemenge, nennt man dieZusammensetzung der Substanzen zur Seife, alsKali- oder Natronlauge mit Oel oder Talg.

Seifennuß, Seifennüsse, eine Benennung derSeifenbeeren.

Geifenpslaster, bei den Wundärzten, ein Pflaster vonBaumöl, Mennige, geschabter weißer Seife und Kam-pfer; s. den Art. Pflaster, Th. 111, S. 760.

Seifenprobe, s. oben, S. 576. Bei den Färbern,eine Probe, die man mit den gelben und grünen, undmit der Färberrökhe roth gefärbten Zeugen vor-nimm t, um ihre Beständigkeit zu erfahren. Mansiedet ein Pfund Wasser mit ^ Loth weißer Seife,und läßt die Probe 5 Minuten darin liegen. Ver-liert die Farbe nach dieser Zeit nichts, so ist sie ächt.

Seifensteden, das Kochen der Seife, s. oben, unterSeife und Seifensiederey.