Seiftnstein. 681
untergeschlagen und durchgeglüht 260 Theile phlogi-stisirte Eisenerde gab, also diejenige Menge Bluclau-gensalz, die zur Niederschlagung von hundert Thei-len in Salzsäure aufgelöseten metallischen Eisen er-forderlich ist, aus sich selbst so viel Eisenftoff absetzt,daß dessen Menge 85H- Theilen metallischen Eisensoder 120 Theilen anziehbaren Eisenkalks gleich ist, soreducirt sich der obige Eisengehalt, im Zustande einesphlogistisirten Kalks betrachtet, in eine Unze Seiftn-stein auf 3j-Z- Gran. Aus der obigen salzsaurenAuflösung des Seifensteins wurde Min der erdigeGehalt mit kristallisirtem Weinsteinsalz niedergeschla-gen, welcher ausgesüßt und gelinde durchgeglüht 192Gran wog. Diese wurden nun mit etwas starkerEssigsäure gelinde digerirk, und die Auflösung filtrirt.Die im Fittrum zurückgebliebene Erde wog nach demGlühen 93 Gran. Sie wurde mit ihrem dreifachenGewichte reclificirter Schwefelsäure übergössen, undim Sandbade bis fast zur Trockne abgedampft, hier-auf mit Wasser ausgeweicht und filtrirt. Es blie-ben davon 26 Gran unauflösliche Erde zurück, welchesich als bloße Kieselerde erwies. Die schwefelsaureAuflösung enthielt die übrigen 67 Gran Erde, welche,nachdem sie durch Alkali daraus niedergeschlagenworden, sich in allen Stücken als Alaunerde erwies.Von der ersten Summe des erdigen Antheils, in192 Gran bestehend, wovon hingegen 99 Gran vonder Essigsäure aufgenommen worden; nachdem sieebenfalls durch Weinsteinsalz daraus niedergeschlagenworden, gab sie sich in der Prüfung mit Schwefel-säure als bloße Bittererde zu erkennen. Eine Unzeoder 480 Gran Seiftnstein hatten also geliefert:
Geglühete Kieselerde .... 230 Gran.
- Alaunerde .... 67 .
- Bittererde .... 99 -
396 Grau.