684 Seifenwerk.
artige Wesen, welches sie beim Anfühlen besitzen. ,Dieses fettige oder scifenartige rührt von einem auf- lgelöseten feifenartigen Thon oder einer Thonerde her,worüber das Wasser der Quelle streicht und solcheauflöset. Man bemerkt solches auch bei der Unter- isuchung des Wassers; denn eS hat einen seifenarki- !gen, gelinden und fetten Geschmack, fühlt sich weichund etwas fett an, und hinterläßt nach dem Abrau-chen oder Verdampfen, eine zarte, thonigte und seifen- iartige Erde. Man kann den Versuch selbst mit ei-ner solchen Thonart machen, indem man etwas Was-ser darüber gießt. Das Wasser wird die fettigenTheile herausziehen, wie anderes Seifenwasser schäu-men, auch, ohne von der angenommenen Eigen-schaft etwas zu verlieren, durch das Filtrum gehen,und hernach durch die Evaporation wieder zum Vor-schein kommen; daher kann man dergleichen seifenar-tige Wasser auch künstlich machen oder durch dieKunst bereiten. Was die Wirkung und den Ge-brauch des Wassers betrifft, so sehe man den Art.Schlangenbad, in dem oben angeführten Theile,nach.
Seifenwerk, im Bergwerke, 1) das Feld, welcheszur Seifenarbeit aufgenommen und mit Arbeit belegtworden. 2) Eine am Fuße des Gebirges befindlicheErdlage, die auö nicht zusammenhängenden Erz-,Berg- und Gangarten zusammengehäuft ist. Zu-weilen, jedoch selten, werden sie auch Waschwerke ge-nannt. Man hat zwei Arten dieser Gebirge oderWerke, nämlich rösche und sandige und dann zäheund lettige, die zuweilen, besonders wenn sie in derEbene geführt worden, Schichtweise übereinander zu-sammenliegen. Sie liegen gewöhnlich oder ihreMächtigkeit ist gewöhnlich einige Zoll, einige Fuß,auch wohl ein und etliche Lachter, sie behalten aberdiese Mächtigkeit nicht immer. Die Länge und