Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seifenwurz. 685

! Breiteist, wie bei allen Erdlagen, bald klein, bald! groß, und wenn man gleich bei ihnen kein Streichenund Fallen bemerkt, so liegen sie doch nicht immereben, sondern steigen und fallen, wie das Gebirge,j auf oder an welchem sie liegen. Die Gründe, durch! welche sie streichen, sind auch an Flüssen und Bächenund in der Ebene. Sie wurde« ehemals mit derRuthe erforscht oder erschürft; jetzt wendet man denj Bergbohrer an, wo man dergleichen Werke vermu-thet, und wo sie dann tiefer liegen, wird mit einemGetriebefortgefahren, solche zu erlangen. Die Seifen-werke führen folgende Mineralien, bald in geringererbald in größerer Menge bei sich: gediegnes Gold, Zinn-graupen, Zinnobererz, Eisenkörner, Wolfram, Schörl,Schwefelkies,Granaten, Aquamarin, Krystalle re. Allediese Erze sind selten größer, als der grobe Sand, undLinsen, Erbsen und Bohnen. Wenn es möglich ist, sosuchtmanWasser heranzubringen, ist dieses nicht derFall, so müssen die Gebirge zu einem Wasser geführtwerden, wo sie dann in einer Flöße gewaschen, unddas Grobe von dem Kleinen mit der Seifengabel ge-sondert wird; das Grobe wird über dem Siebe, dasKlare aber im Schlammgraben rein gemacht, und wennsich Eisenkörner darunter befinden, so werden solche mitdem Magnetstein davon geschieden, welche Arbeitman dann das Seifen, stoben, S. 660, sowiederjenige, der sie verrichtet, den Seiser nennt. Dieansehnlichsten Seifenwerke bestehen größtentheilsin den Zinnseifen. Die Seifenwerke derSoolen sind im Bergwerke diejenigen Erden oderSteinlagen, die sich von den eigentlichen Seifenwer-ken genau unterscheiden.

Seifenwurz, Rsclix ssponarlse rulmae, die Wurzeldes gemeinen Seifenkrautes, st oben, Seifen-kraut. Man hüte sich, die ««kräftige, geschmack -und geruchlose Wurzel der gemeinen LychniS,