Geigern. 689
gleich bemerke man den Punkt auf der Soole, wennvon diesem Punkte ein Zug geschehen soll. Manziehe das Senkbley aus dem Schacht und messe,während man solches herauszieht, seine Länge. Manaddire zu dieser Länge die Größe des Senkbleyes überder Soole, von der Summe ziehe man aber dieHöhe des Haspels ab, so weiß man die Tiefe desSchachtes. Zuleßt ziehe man von der MittedeS einenbis zur Mitte des gegenüberstehenden Stoßes desSchachtes eine Schnur, hänge daran den Kompaß,und erfahre dadurch die Stunde des langen Stoßes.Wenn die Schnur nicht lang genug ist, so wird derSchacht Stückweise geseigert; und solches von einemPunkte zum andern. Auf dieselbe Weise seigekt manauch ein seigeres Gesenke ab. Und wenn man dieHöhe eines Uebersichbrechen abseigern soll, so hatman nur nöthig, daß man aus der Mitte seinerFirste das Senkbley herunter bis auf die Sooleläßt; dann aber an der Schnur herunter dessenLänge mißt. — Um einen feigern Schacht anzu-geben, wenn die Punkte einer in der Erde gedachtenLinie, wovon einer gegeben ist, in einer feigern Liniedergestalt liegen, daß der eine in der Erde vor einemOrte oder in einer sogenannten Ortung, oder auchsonst in einem bestimmten Orte fortgeht, der anderedagegen auf der Oberfläche der Erde, wenn man die-sen an dem Tage angiebt, und in dieser Linie einenSchacht niedermacht oder herunter teuft. Manschlägt in einen solchen Punkt einen Ortpfahl.Giebt man einen Punkt, welcher mit einem andernin einer feigern Linie ist, in der Grube an, so wirddarnach entweder ein Gesenk feiger abgeteuft, oderseiger in die Höhe gebrochen. Im ersten Falle sagtman, daß man ein seiger Gesenke, im andernFall aber ein seiger Uebersichbrechen angebe.Liegen die beiden Punkte, wovon einer gegeben ist,Oee« rechn. Em. Th OiUII« X r