Savonnerie.» 93
der vielen verschiedenen Farben nicht in Ausübungbringen.
5) Ein Zirkel, 6 bis 7 Zoll lang, um dasWerk messen und von Zeit zu Zeit untersuchen zukönnen, ob man dem Muster, dessen Gemälde mannachahmen soll, vollkommen gefolgt sei.
7) Ein Pfriemen, Fig. 7320, um die Au-gen wieder aufzumachen; wenn nämlich der Weberbemerkt, daß er einen Fehler begangen, oder daßseine Reihe beendiget ist. Diejenigen, welche sich derSpitze ihrer Scheere dazu bedienen, laufen Gefahr,die Kette zu zerschneiden.
7) Flieten, Fig. 78Z0, die man mit Wolle be-spült, um die Augen des Sammetes zu machen. Siemüssen von gutem hartem Holze, völlig rund, unge-fähr 6 bis 7 Zoll lang gefertiget sein, und im Durch-schnitte 9 Linien halten. Das Garn war nur aufden Theil sk, Fig. 78Z0 gewunden. Nach Be-schaffenheit und Veränderung des Musters oder derFarben des Gemäldes, die bald mehr, bald wenigerschattirt sind, hat man auch manchmal mehr, manch-mal weniger Flieten von nöthen. Zu Aubusson ha-ben die Flieten, die man daselbst Spulen (Lobines)nennt, 5^ Zoll in der Länge, und H Zoll im Durch-schnitte. Ein bestimmtes Fach oder ein Holz eigenerArt ist dazu nicht genommen worden.
Von dem Muster (Patrone) oder denGemälden, die der Weber nachahmen muß.Zu der Patrone gehört eine Kupferplatte, Fig. 7321,auf der immer zehn und zehn Linien gestochen sind,s s, so daß die zehnte Linie stärker ist, als die an-dern, weil sie die blauen Kettenfaden anzeigen sol-len. Diese Kupferplatte wird auf Papier abgedruckt,welches man durch Anleimung anderer Bogen Papierauf die verkehrte Seite so stark macht, als etwaeine schwache Pappe. Man leimt nun mehrere solche