94 Savonnerie.
Bogen daran, bis die Patrone so breit und langwird, als die Tapete sein soll. Auf dieses zusam-men geleimte Papier, läßt man mit Oelfarben dasMuster zur Tapete malen, wie Fig. 782z zeigt, woman, um Verwirrungen zu vermeiden, nur die Linieausgedrückt Hat, welche die blauen Faden oder Gängeanzeigen. Auch muß angemerkt werden, daß manzum Hausgeräth und zu kleineren Tapeten, Kupfer-platten hat, auf welche die Linien empor gezogenwerden, weil die Kettenfaden feiner sind. UebrigenSwird das Papier auf die nämliche Art gedruckt. Eheman dem Maler die Patrone giebt, durchsticht manmit einem Pfriemen die Linien, welche die Gängeanzeigen, um sie erkennen zu können, wenn die Farbedie abgedruckten Linien zu sehr decken sollten. DerTapetemveber kann, wenn ihm der Maler die Pa-trone wieder giebt, an diesen zerstochenen Löchern,die Lagen der Linien erkennen, welche die Gänge an-zeigen, und die mit den blauen Faden übereinstimmen.Auf diese Linien kommt es besonders an; denn dieandern Faden können durch das Augenmaaß genaugenug gefunden werden. Damit der Weber dasMuster, so er nacharbeiten soll, beständig vor Augenhabe, so wird die Patrone Streifenweise zerschnitten,und der Streifen, den man eben arbeitet, wird miteinigen Nägeln an den Schaft der Lihen angeheftet,wie Fig. 7824, 7825 und 783 1 zu sehen, so daßalle die starken Linien der Patrone an die blauenKettenfaden zu liegen kommen, und der Arbeiter,sobald er die Augen aufhebt, sogleich sieht, was erzu thun habe.
Um den Anfängern in der Weberei ihre Arbeitzu erleichtern, ist man einig geworden, die Faden,so zwischen den blauen liegen, mit gewissen Wörternzu benennen, die jeder Arbritec versteht. Die zehnsich durchkreuzenden Faden, Fig. 7822, unterscheidet