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Scala.
rische Arbeiten daraus zu bilden, ist besonders derStadt Florenz eigen, in welcher nur ein einzigerKünstler dieses Geheimniß besiht. Nur die ersteZubereitung ist bekannt, und diese besteht unge-fähr darin: daß der Selenit im Ofen calcinirt,zu Pulver zerstoßen, aufs feinste durchgesiebt, unsmit Wasser und Leim zu einem Teige gemachtwird, mit welchem sich dann verschiedene, zumEndzweck des Werkes dienliche, Wasserfarben ver-mischen- lassen. Dieses ist nun die Masse, welcheder Künstler gebraucht; hierauf wird die Arbeitmit Bimsstein planirt, mit Oel und Filz glän-zend gemacht rc. Man trift von dieser Arbeit kost-bare Stücke in den Königlichen und FürstlichenSchlössern, Pallästen, Kirchen, Kunstsammlungenrc. sän. Diese Scagliola kommt auch in denHandel, und wird nach verschiedenen Gegendenverschickt; s. auch unter Marien-Glas, Th.84, S. Z 86 .
Scala, Scale, Skale, Gradleiter, s. auch Th.19 , S. 6 i;, heißt beim Mechanikus, jeder aufeinem physikalischen oder mathematischen Werkzeugeangebrachte Maaßstab, oder jede Theilung einergeraden Linie in gewisse gleiche oder ungleicheTheile, welche Theile gewöhnlich den Namen derGrade führen. Die Größe der Grade und dieBeschaffenheit der Scale überhaupt, hängt vonder Natur und Absicht des Werkzeuges, oft auchzum Theil von willkührlichen Bestimmungen ab.Man gebraucht sie an Aräometer, Barometer, Hy-grometer, Thermometer. Um die Theile bester be-merken zu können, oder damit sie bester ins Augefallen, müssen ihre Gränzen nicht mit Punkten,sondern mit Strichen bezeichnet werden. Man ziehtin dieser Absicht nicht bloß eine einzige, sondernzwei Linien, oder auch mehrere, mit einander pa-