Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Scammonium.'

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Gebrauch des Scammoniums in der Me-dizin. Die Griechen und Araber haben das Scam-monium gekannt und gebraucht. Mesue halt esfür das stärkste Purgiermittel; und versteht, wenner schlechtweg Purgiermitttel sagt, nur darunter dasScammonium. Oribasius nennt es das heftigsteunter allen Purgiermitteln. Auch die neueren Schrift-steller stimmen über die Kräfte des Scammoniumsmit den Alten überein und gebrauchen es um die schlei-migten Feuchtigkeiten aus dem Körper abzuführen.Die Alten rühmten seine Wirkungen in kalten undfeuchten Naturen, wider Wechselfieber und Unver-daulichkeiten und den daraus entstehenden schlechtenSäften. Man gab es nur den starken und erwach-senen Personen, weniger den Kindern, Kindbette-rinnen. Schwängern und denjenigen, welche an hitzi-gen Krankheiten litten.

Nach Geoffroi ") soll das Scammonium aufzweierlei Art purgieren; erstens, indem es durch seinescharfen und fixen Theile die Häute des Magens,und der Gedärme sich zusammen zu ziehen reitzt;ferner auch, daß eS vermittelst seiner scharfen, flüch-tigen und öligen Theile die Nerven reizt und da-durch auf die Drüsen der Eingeweide des Unter-leibes wirkt. Uebrigenö soll es aber das Blut unddie Lymphe nicht so gut auflösen, wie die Manna,die Jalappe und andere ähnlichen Mittel, und da-her keine solche Menge dünnen und flüssigen Schleimabführen. Fernel beschrieb in Notlioäo nieäenäiI^LK. 6sp. 9. die Wirkung des Scammoniumswie folgt: Es zieht, sagt er, die dünne und citronen-gelbe Galle, und zugleich ein gelbes Master und dieserösen Feuchtigkeiten anS dem Körper. Da nunseine Kraft heftig und nicht zu hemmen ist, so führtes zwar die Säfte aus den entfernten Theilen des*) Mrlerir dl-dic». 2» Th. Leipjig, 1761., S. 994.