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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Scammonium. 175

Arznei nicht einstimmig. Die alten Griechen pfleg-ten die Purgiermittel mit vieler Behutsamkeit undVorsicht, jedoch in großer Dosis zu geben. Diespäteren Aerzte sind viel beherzter in Ansehung desPurgierens, aber furchtsamer, was die Dosis anbe-trifft; daher waren die Wirkungen, die die älternund neuern Aerzte aber erfuhren, auch sehr verschie-den. Dioscorideö giebt, um die Galle und denzähen Schleim auszuführen, einen Scrupel Scam-monium mit Meth; Paul Aegineta und AetiuSsteigen bis zu zwei Scrupel; Mesue giebt es abernur von fünf bis zu zwölf oder fünfzehn Gran.Bodäus a Stapel schreibt, daß er dasselbe oft zuzwanzig bis fünfundzwanzig Gran in Violensyrubmit glücklichem Erfolge gegeben habe; Kindern abervon acht, zehn bis zwölfJahren, zwölf bis fünfzehnGran; fünfjährigen Kindern fünf bis sechs Gran.Wedel macht hierin einen Unterschied. Man giebt,sagt er, das Scammonium entweder als Hauptmitteloder als ein Nebenmittel, welches durch seine Rei-zung das Purgieren befördern soll. In dieser letztemAbsicht wird dasselbe zu zwei oder drei Gran ver-ordnet; als das Hauptmittel aber zu fünfzehn Gran,und Einige steigen bis zu einem Scrupel. Fallo-pius hebt den Streit wegen der Dosis des Scam-moniums. Ich rathe, sagt derselbe, das Scammo-nium jederzeit in sehr kleinen Dosen, und nur statteines Reitzes oder Stachels zu geben. Man nenntdaher einen Stachel, das wenige Scammonium, wel-ches man den Purgiermitteln für Bauern und an-dere starke Personen, oder für Mönche zusetzt. Wasmich betrifft, sagt Geoffroi, so gebe ich das aus-erlesene und gehörig pulverisirte Scammonium vonzwei oder drei bis zu zehn oder zwölf Gran; abersehr selten, und nicht ohne Besorgniß, wegen derungewissen Wirkung; denn wenn der Magen und