Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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178 Scammonium.

Scammonium jede Dosis, die man von diesem Pul-ver verschreibt, enthalte. Man verordnete es von sechsbis neun Gran für saugende Kinder; für erwachsenePersonen von einem Skrupel bis zu einer halbenDrachme. Cornachini lobt dasselbe als eine Panacee,alle Krankheiten zu vertreiben oder zu verhüten. Erverordnete dasselbe in Wechsel-, Faul- und hitzigenFiebern, wider das Dilirium ohne Fieber, wider dieCholera, Wassersucht, Gicht, Pocken, Würmer, Durch-fälle, rothe Ruhr und das Seitenstechen. Hier scheint !aber dieser Schriftsteller zu weit zu gehen; denn MNmuß bei dem Gebrauche dieses Pulvers eben die !Vorsicht gebrauchen, als bei dem Scammonium selbst,und den andern Purgiermitteln; jedoch muß manauch auf der andern Seite zu geben, daß das Scam-monium, auf diese Weise präparirt, den oben ange-führten schädlichen Eigenschaften weniger unterworfenist, der Arzt kann es sicherer verschreiben, und derKranke kann es ohne Eckel nehmen.

Im Handel kommen zwei Sorten Scammo< ^nium vor; eine derselben wird von Aleppo (8csm-mouium ck« und die andere von Smyrna

(8carnniouium <l« 8mz?rua) gebracht. Die ersteSorte, welche viel substanzloser und kraftvoller, alsdie andere ist, wird auch weit hoher geschätzt, alsletztere. Das Smyrnaische Scammonium hat eineschwärzere Farbe, ist dabei schwerer, läßt sich nichtzerbrechen und färbt weniger, wenn es aufgelösetworden. Man bringt es in kleinen Kisten von 24Türkischen Okaö zum Handel. Eine noch schlechtereSorte wird von betrügerischen Materialisten oderDroguisten bereitet. Sie nehmen gewöhnliches Harz,und versetzen dasselbe mit einem stark purgierendenSafte, besonders mit dem eingedickten Safte derHundwurzel, monspoliaeum

I-inu.) noch Andere machen es mit dem Safte voin