Schach. 235
werden. — Freibauer, ist derjenige Bauer, derdie feindlichen Bauer schon passirt hat, und also vonkeinem in seinem Gange mehr aufgehalten werdenkann.— Aufopfern, heißt, wenn man einen isteinumsonst hingiebt oder nehmen läßt, um einen destostärkeren und freiern Angriff zu bekommen. — Ro-chen, heißt, der König bedient sich die Erlaubniß,zwei Schritte zu gehen, s. oben, S. 252.— Eineoffene oder freie Linie ist jene, auf der keinBauer von beiden Spielern mehr steht. — Gam-bit, wird genannt, wenn derjenige, welcher den Zughat, auf den zweiten Zug den Bauer des KönigS,oder auch den Läufer desselben, je nachdem er denersten Zug gemacht hat, zwei Schritte zieht, undihn dem Gegner umsonst anbietet. — Schach istdie Erinnerung, daß ein feindlicher Stein dem Kö-nige Gefahr droht; auch bei der Königin pflegt mandieses mit dem Französischen Ausdrucke: Oarckor: InIkolua anzudeuten, wenn sie in Gefahr steht, genom-men zu werden. — Doppelt Schach, wenn zweiSteine zugleich den König angreifen. — Verbor-genes Schach, auch aufgedecktes Schach,wenn zwischen dem Könige und einem Steine, einanderer Stein steht, bei dosten Wegnahme, der Kö-nig durch jenen bedroht wird. — Immerwäh-rendes Schach, heißt man, wenn einer dem feind-lichen Könige, ohne daß es der Gegner verhindernkann, immer Schach geben kann. — BlindexMatt, wird derjenige genannt, der unwissend ge-schieht, und bei dem kein Schach vorher angekündi-get worden. — Patt, nennt man, wenn der Königkeine Steine mehr hat, welche im Stande sind zuziehen, und daß er sich von den feindlichen steinenganz eingeschlossen befindet, ohne deswegen im Schachzu stehen; aber auch den Platz nicht ändern kann,ohne sich in selbiges zu begeben.'— Kami», nennt