Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schach. 295

müß derjenige, welcher voranstehk, oder den Vorpo*sten hat, nicht verlassen werden, und jederzeit seinenanvertrauten Posten auch behaupten. Man hat hiernun zu beobachten, daß weil der Bauer von demKönige der Weißen sich nicht auf derselben Farbe,noch in gerader -Linie mit den anderen befindet,so hat der Gegner den Bauer von dem Läufer sei-ner Dame zwei Schritte gezogen, und zwar auszw^i verschiedenen Ursachen: Die erste, um zu nöthi-gen, daß man den Bauer von der Dame zieht,welcher in diesem Falle jederzeit von dem Bauer derSeinigen aufgehalten würde, und durch dieses Mit-tel die Sache so einzurichten, daß der Bauer desKönigs, indem er dahinter bleibt, einem unnütz wird.Die andere Ursache ist, um zu gleicher Zeit denLäufer von dem eigenen Könige zu verhindern, damiter nicht auf den Bauer von dem Thurme seinesKönigs loözugehen Gelegenheit habe. Dieserhalbmuß man den Bauer des KönigS an seinen Thurmziehen und ihn aufopfern, weil der Gegner, indemer ihn nimmt, dem Bauer der Dame einen freienWeg eröffnet, welchen man sogleich anrücken laßt,um im Nothfall ihn durch die übrigen Bauern un-terstützen zu können. Hernach muß man dahin trach-ten, entweder eine Dame zu erhalten, oder sonst ei-nen ziemlich nahmhaften Vortheil davon zu ziehen,um das Spiel zu gewinnen. Es ist zwar wahr, daßder Bauer von seiner Königin durch das Nehmen,zum Bauer seines Königs geworden, dem Anscheinenach, den nämlichen Vortheil hat, welcher darin be-steht, daß er von den weißen Bauern kein Hinder-niß findet zur Dame zu gehen; indessen ist dochder Unterschied groß, weil sein Bauer, indem erabgesondert, und zu keinem seiner übrigen Genossengebracht, noch von ihnen beschützt werden kann,jederzeit in Gefahr blecht, durch eine Menge von